Bitter-aromatische Staude mit langer Tradition für das Kultgetränk der französischen Bohème. Nur ganz Unverzagte werden sich wohl mit dem Wermut als Küchenkraut auf Dauer anfreunden können. Erfreuen Sie sich also ganz einfach an der schönen, altmodischen Pflanze mit dem zierenden, grauen Laub und servieren Sie Ihren erstaunten Freunden beim nächsten Mal den Martini mit einem frischen Wermutzweiglein. Aber bitte gerührt!
Im Aromatisieren von Getränken hat der Wermut eine lange Tradition. Vom sagenumwobenen Absinth und dessen Verbot hat wohl jeder schon gehört. Das hat sicher mehr mit dem übermäßigen Genuss, als mit vordergründiger Schädlichkeit des Wermuts zu tun. Damit ist es gesagt: Wermut taugt nicht für den Dauergebrauch, er ist ein starkes Kraut. Sein Bestandteil Thujon steht im Ruf, bei übermäßigem Gebrauch das zentrale Nervensystem zu schädigen. Doch keine Angst: Wermut ist so schrecklich schön bitter, dass es zu einem übermäßigen Gebrauch des Krautes in der Küche gar nicht kommen kann.
Wie auch andere Artemisia-Arten gehörte der Wermut zu den häufig verwendeten Heilkräutern der antiken Heilkunst. Neben ätherischem Öl enthält Wermut vor allem Gerb- und Bitterstoffe. Besonders bei Krämpfen im Magen-Darmbereich und bei Gallenbeschwerden hat sich Wermut-Tee bewährt. Das stark aromatische und würzige, bittere Kraut wird in großem Umfang bei der Herstellung von verdauungsfördernden Magenbittern und Wermutweinen verwendet. Wermut sollte wegen seines Thujongehaltes weder als Heilpflanze noch als Würzkraut längere Zeit verwendet werden. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit Wermut bitte gar nicht verwenden!
Der Echte Wermut bevorzugt humose, durchlässige Böden und einen sonnigen Standort.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
In der Gattung Artemisia finden Sie vielgestaltige, meist stark aromatisch duftende Stauden oder Halbsträucher. Die Blüten sind häufig unscheinbar. Die dekorativen, oft silberlaubigen Blattschmuck- und Strukturpflanzen eignen sich für durchlässige Böden und warme, sonnige Standorte.
Diese buschige Perowskien-Sorte hat eine sehr gute, kompakte und grazile Gesamtwirkung. Sie wächst aufrecht, vieltriebig und wenig verzweigt. weiter ...
Wie die Vorherige, jedoch mit silbrig-grauen Blättern mit scharf eingeschnittenen Rändern. Sehr schön zu Strauchrosen und in Staudenrabatten. Sonniger Standort mit durchlässigem Boden. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.