Die schöne Strukturpflanze hat zierliche, graugrüne, fein zerteilte Blätter und unscheinbare Blüten. Sie duftet herbwürzig-aromatisch und bildet kurze Ausläufer. Die Eberraute war in Kloster- und Bauerngärten sehr verbreitet, bis die Uniformierung des Geschmacks sie zurückdrängte. Das ist schade, denn ihr bitteres Aroma und ihre subtilen Geschmacksnuancen können durchaus bereichernd wirken.
Vor allem als Fleischgewürz hat die Eberraute ihre Berechtigung. Das entspricht ihrer traditionellen Verwendung: zu fettem Fleisch wie Schwein, Hammel, Gans und Ente. Hier kann sie den beliebteren Beifuß nicht nur ersetzen, sondern ist ihm in vielen Fällen sogar überlegen! Wer helles Fleisch mit Salbei lecker findet, kann es auch alternativ mit der Eberraute versuchen. Bei der Dosierung ist weise Zurückhaltung angeraten. Die Annäherung kann auch über das getrocknete Kraut erfolgen. Kurz vor dem Gebrauch fein zerbröselt, kann man Gerichten, z.B. Omelettes, eine winzige Prise zusetzen und so für geschmackliche Tiefe sorgen, ohne dass der bittere Geschmack hervortritt.
Wie auch andere Artemisia-Arten wird die Eberraute zum Beispiel bei Darmträgheit, Appetitmangel und Gastritis empfohlen. Ein Tee davon hat sich als beruhigendes Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden bewährt. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Die Eberraute bevorzugt durchlässige Böden und einen sonnigen Standort. Im Winter vor übermäßiger Nässe und Kälte schützen. Die Triebe des Halbstrauches sollten erst im Frühjahr eingekürzt werden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
In der Gattung Artemisia finden Sie vielgestaltige, meist stark aromatisch duftende Stauden oder Halbsträucher. Die Blüten sind häufig unscheinbar. Die dekorativen, oft silberlaubigen Blattschmuck- und Strukturpflanzen eignen sich für durchlässige Böden und warme, sonnige Standorte.
V-IX :: 50-100 :: Fr1-2 so purpur mit dunkler Aderung
Die intensiv roten Blüten der Wilden Malve verleihen Tee-Aufgüssen eine schöne rote Farbe. Deshalb werden sie gerne als Zusatz bei Teemischungen verwendet. Die ein- bis zweijährige, sich durch Selbstausaat erhaltende heimische Wildart mit aufsteigenden Stängeln hat eine sehr lange Blütezeit. Die Blüten sind dunkel geadert. weiter ...
Diese Auslese von Norfolk Lavender ist eine hoch bewertete dunkel violettblaue Lavendelsorte (AGM, RHS Lavender Trials). 'Imperial Gem' ähnelt sehr stark der bekannten 'Hidcote Blue', ist jedoch höher und somit auch ausgesprochen gut im hinteren Bereich eines Beetes zu verwenden. Das Laub ist noch etwas silbriger als bei 'Hidcote Blue' und steht in einem schönen Kontrast zu den aromatischen, dunklen Blüten. 'Imperial Gem' bildet mit seinen regelmäßigen Ähren einen ausgesprochen schönen Busch. weiter ...
= Verbascum thapsiforme VII-VIII :: 150 :: Fr1 so zitronengelb, dunkle Mitte
Heimische Arznei- und Färbepflanze, deren Blüten wichtiger Bestandteil von Brusttee-Mischungen sind. Mit stattlichen, wenig verzweigten Blütenschäften. Zweijährig. Samt sich sehr reichlich aus, deshalb mit Bedacht einsetzen! weiter ...
Art.-Nr.: 51583-001 9 cm Topf (0.5 l)
Fragen
Kundenfrage vom 01.05.2011:
Wie sollte eine im Kübel gehaltene Eberraute gedüngt werden? Eher zurückhaltend und kalibetont?
Unsere Antwort vom 03.05.2011:
Artemisia abrotanum benötigt nur wenig Dünger. Ein paar Hornspäne im zeitigen Frühjahr sollten genügen. Wenn Sie möchten, können Sie auch ein wenig Kali düngen, um für besseres Aushärten der Triebe im Herbst zu sorgen.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.