Aus den Blattwinkeln der hübschen heimischen Kriech- und Heilpflanze ragen gestielte Blütentrauben. Die Blüten sind dunkel geadert und haben ein wunderbares Blau. Die Heilpflanze bevorzugt nährstoff- und kalkarme, lehmig-sandige Plätze.
Im europäischen Mittelalter war das kleine Kraut als herba Veronica majoris sehr beliebt und populär. Man traute ihm eine schleimlösende, harntreibende, reinigende Wirkung zu und verwendete es bei Haut- und Atemwegserkrankungen sowie bei Magenproblemen und Stoffwechselstörungen. Das getrocknete Kraut wurde gerne als Tee getrunken. Heute hat Veronica officinalis als Heilpflanze kaum noch Bedeutung. Im Rahmen einer Frühjahrskur kann die Verwendung der Pflanze jedoch durchaus sinnvoll sein.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
In dieser Gattung finden sich wertvolle Blütenstauden mit vielerlei Verwendungsmöglichkeiten. Die hohen und mittel hohen Arten mit ihren auffälligen Blütenkerzen eignen sich für Staudenrabatten und unregelmäßige Staudenpflanzungen hervorragend. Einige lassen sich auch gut zum Verwildern in Naturgärten einsetzen. Sie fühlen sich wohl in jedem nährstoffreichen, nicht zu leichten, lehmigen Boden in Sonne und Halbschatten. Die stark wachsenden, Polster bildenden Arten gehören in sonnige Steingärten, die schwächer wachsenden sehen in Trögen und Schalen einfach nur hinreißend aus.
(= P. officinalis) IV-V :: 10-20 :: Fr/GR2 so-hs goldgelb
Sicher findet sich auch in Ihrem Garten ein Plätzchen für diesen liebenswerten Frühlingsboten mit langer Tradition in unseren Fluren. Die heimische, aber auch bis nach Mittelasien verbreitete Heilpflanze schmückt sich mit in Dolden vereinigten goldgelben Blüten. Von P. elatior unterscheidet sich diese Art durch die kleineren, wesentlich dunkleren Blüten mit orangefarbenen Punkten im Schlund. weiter ...
Der herbe, strenge, etwas harzige Geschmack der Gundelrebe wird sicher manchen vom Genuss abhalten. Fortgeschrittene Wildkräuterfans jedoch, wissen das junge Kraut zu schätzen. In kleinen Mengen winterlichen und frühlingshaften Salaten, Kräuterbutter oder Kräuterquark zugefügt, kann es geschmacksbereichernd wirken. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.