Unauffällig blühende Heil- und Räucherpflanze. Das Kraut wird zu Beginn der Blütezeit geerntet, verwendet werden die Blätter und oberen Stängelabschnitte. Eisenkraut enthält im Wesentlichen Bitter-, Schleim- und Gerbstoffe sowie Kieselsäure und wenig ätherisches Öl. Es ist eine eher kurzlebige Wildstaude, die sich durch Aussaat erhält.
Von der Antike bis ins Mittelalter hatte die heute fast vergessene Heilpflanze große Bedeutung als Heil- und Kultkraut und wurde bei einer Vielzahl von Erkrankungen empfohlen. Eisenkraut gehörte zu den vier heiligen Kräutern der Kelten. Wegen ihrer vermeintlichen Fähigkeit, Eisen und Stahl zu härten, hat die Pflanze im germanischen Kulturkreis ihren Namen Eisenkraut erhalten. Plinius bezeichnete sie als berühmteste Pflanze der römischen Flora, von der immer Bündel auf dem Altar des Jupiter lagen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.