Wärmeliebende Ufer- oder Wasserpflanze mit aromatisch duftenden Rhizomen und schwertförmigen Blättern. Starker Ausbreitungsdrang. Der Apotheker Pahlow schreibt in seinem Heilpflanzenbuch, dass wohl kaum eine zweite Pflanze existiert, über deren Heilwirkung man schon so früh und gründlich Bescheid wusste. Bereits im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ist in Persien diese wichtige Heilpflanze dokumentiert worden.
Kalmus gehört in die Gruppe der aromatischen Bittermittel (Amara aromatica) und wurde früher besonders bei Magen-, Darm-, Galle- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Kalmus ist auch als deutscher Ingwer oder Magenwurzel bekannt. Früher wurden der Wurzelstock frisch mit Zucker eingekocht und als aromatisches Würz- und Genussmittel verwendet. Kandierter Kalmus und Kalmuslikör erfreuten sich großer Beliebtheit. Äußerlich verwendet wurde ätherisches Kalmusöl als kräftigender, krampflösender Badezusatz oder im Mundwasser. Die alkoholische Tinktur findet ihre Anwendung als Waschmittel gegen Hautausschläge und Kopfschuppen sowie als Einreibemittel bei rheumatischen Beschwerden. Achtung! Die im ätherischen Öl des Kalmus enthaltenen Asarone stehen im Verdacht, krebserzeugend zu sein und Halluzinationen hervorzurufen. Von der innerlichen Anwendung bitten wir Sie deshalb unbedingt abzusehen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.