Als steter Begleiter der Menschen besiedelte der Gute Heinrich humus- und stickstoffreiche Böden in der Nähe von Dörfern. Heute ist dieses traditionsreiche Wildgemüse kaum noch anzutreffen. Wir wollen einen Beitrag zur Erhaltung dieser historischen Pflanze leisten und auch Sie ermuntern, den Guten Heinrich vor dem Aussterben zu bewahren.
Schon im Altertum wurden die jungen Blätter wie Spinat zubereitet. Wer nicht so weit gehen will, kann bei der Zubereitung von Spinat einfach einen Teil der 'wilden' Blätter dazunehmen. Auch für cremige Kräutersuppen ist der Gute Heinrich eine schöne Ergänzung.
Gebleicht können die zarten, hellen Triebe - gedünstet und mit Muskat gewürzt - in einer Sahnesauce als spargelähnliches Gemüse verzehrt werden. Zum Bleichen einfach einen lichtundurchlässigen Eimer über die Pflanzen stülpen oder stilvoll den englischen 'forcer' verwenden. Über diese Glocke aus Ton erfahren Sie mehr unter Crambe maritima. Der Gute Heinrich ist zweijährig, teilweise auch ausdauernd. Er erhält sich durch überreiche Selbstaussaat. Bevorzugt werden locker-humose, nährstoffreiche Standorte.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.