Ganz besonders attraktive, gefüllte, braunorange Blüten mit roter Zeichnung, die hoch über dem Laub stehen. Bildet recht große Horste, liebt warme Standorte. Hemerocallis fulva 'Kwanso' wurde 1866 von Regel beschrieben.
Wird seit langem in Ostasien kultiviert - nicht nur als Zierform, sondern auch für eine vielseitige Verwendung als Heilpflanze, Nahrungsmittel und zur Herstellung von Gegenständen. Fast die gesamte Pflanze (bis auf den Stängel) wird in der ostasiatischen Küche verwendet. So werden Teile der Wurzel, die nussig schmeckt, wie Kartoffeln zubereitet, allerdings gibt es hierbei auch Berichte von Vergiftungen nach übermäßigem Konsum. Die Blattschösslinge werden roh oder gekocht gegessen, reife Blätter für Suppen oder Salate verwendet. Die Blütenknospen isst man gekocht oder gebraten, die Blüten selber können jung roh im Salat gegessen werden, die reifen Blüten werden in Asien getrocknet und in Suppen oder als Würzmittel verwendet.
Als Heilpflanze spielen in vielen ostasiatischen Ländern vor allem Zubereitungen aus der Wurzel von Hemerocallis fulva 'Kwanso' eine bedeutende Rolle, in der traditionellen chinesischen Medizin finden Blüte und Rhizom Einsatz. Die Blätter der Gelbroten Taglilie wurden und werden in diesen Ländern als Faser zur Herstellung von Seilen oder auch Schuhen verwendet.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Karl Foerster bezeichnete Hemerocallis auch als die Blumen des intelligenten Faulen, da sie nur wenig Pflege brauchen, außer einer ordentlichen Düngergabe absolut genügsam sind und sich mit ihrem üppigen Laub unliebsame Konkurrenz locker vom Leibe halten können. Auch die Ansprüche an den Standort sind entsprechend bescheiden, bevorzugen jedoch eher nährstoffreiche und nicht zu trockene Plätze im lichten Schatten bis in voller Sonne. Gute Pflanzpartner sind demnach z.B. Iris sibirica, Paeonia lactiflora, Phlox paniculata, Miscanthus sinensis.
Hemerocallis sind prachtvoll blühende, langlebige Liliengewächse mit essbaren Blüten, die in China seit Jahrtausenden in Kultur sind. Die Einzelblüte einer Taglilie blüht, wie der Name schon sagt nur einen Tag, doch jeden Tag erblühen neue Knospen, sodass sich eine lange Blütezeit ergibt. Inzwischen gibt es viele neue Sorten mit spektakulären Farben und Blütenformen - ein phantastischer Schmuck für Hochsommer-Rabatten. Sie entfalten ihre Schönheit als Solitärstaude ebenso, wie wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt werden. Die Wildarten wirken in wiesenartigen Anlagen am schönsten. Alle Taglilien bevorzugen einen sonnigen, nicht zu trockenen Standort. Die intensive Leuchtkraft dunkler Taglilien-Blüten bleibt zuverlässiger erhalten, wenn sie nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind. Pflanzt man Sorten, die sich in ihrer Blütezeit ablösen, kann man - je nach Witterungsverlauf - von Mitte Mai bis weit in den September hinein Taglilienblüten bewundern.
Hemerocallis von A bis Z
Es gibt inzwischen viele tausend Hemerocallis-Sorten. In den USA gehören Taglilien seit Jahrzehnten zu den absoluten Lieblingsstauden. Besonders die pragmatischen Amerikaner bringen ständig neue Sorten auf den Markt - die zahlreichen englischen Namen sind Beweis für die Dominanz der USA-Sorten. Allerdings sind viele der nordamerikanischen Züchtungen im kühlen mitteleuropäischen Klima recht blühfaul. Doch auch einige deutsche Hobby- und Profizüchter halten gut mit und steuern ganz hervorragende, an unser Klima perfekt angepasste Sorten bei. Wir bieten Ihnen hier nur bewährte und sicher blühende Sorten an.
Starkwüchsige Sorte des berühmten Züchters Lemoine von 1900, die zum Verwildern geeignet ist. Verträgt auch Trockenheit und ist sehr robust. In der Staudensichtung wurde sie ausgezeichnet bewertet. Die zartrosa Blüten sind sehr gut zum Schnitt geeignet. weiter ...
Die sehr elegante Staude mit den aparten langen, entenschnabelartig geschwungenen Blütentrauben eignet sich für wiesenartige Beete in Wassernähe und in wenig durchwurzelter Gehölznähe. Sie ist wüchsig und robust und hat eine fantastische rote Herbstfärbung. Spät austreibend. Für Sträuße lässt sich der Schneefelberich sehr gut verwenden. weiter ...
Wieder eine Züchtung von Ernst Pagels: Diesmal mit waagrechten gelben Streifen, ähnlich der Sorte 'Zebrinus'. Sie blüht jedoch zuverlässig und relativ früh. Ihr aufrecht-freier und lockerer Wuchs, kombiniert mit guter Standfestigkeit macht sie zu einer höchst wertvollen Sorte, die sich über die anderen "Zebra-Sorten" erhebt. Insofern ist die Namensgebung 'Giraffe' absolut zutreffend. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.