Tagetes lucida, eine aus Mexiko stammende, bei uns leider nicht völlig winterharte Pflanze, ist unter dem Namen yauhtli als eine wichtige Würz- und Zauberpflanze der Azteken bekannt. Wie kein anderes Kraut imitiert Tagetes lucida den intensiv anisartigen Estragon-Geschmack.
Besonders im Süden der USA und in Mexiko, aber auch in Indien ist das Kraut sehr beliebt. Im englischen Sprachraum ist Winter-Estragon unter der Bezeichnung Mexican mint marigold bekannt. Das Kraut mit den lanzettlichen, sehr aromatischen Blättern ist in heißen, tropisch-feuchten Gegenden viel problemloser zu kultivieren als Estragon und wird wegen seines Aromas sehr gerne als Estragon-Ersatz verwendet. Wie kein anderes Kraut imitiert Tagetes lucida den anisartigen Estragon-Geschmack. Auf der Fensterbank oder im Wintergarten gezogen, steht den Estragon-Liebhabern unter Ihnen mit dieser Neuheit unter den Küchenkräutern nun also auch im Winter ihr Lieblingskraut immer frisch zur Verfügung.
Verwenden kann man Winter-Estragon wie Estragon (vergl. Artemisia dracunculus). Eventuell muss wegen des noch intensiveren Geschmacks die individuelle Dosis angepasst werden. Versuchen Sie den Winter-Estragon in einer Fischsuppe. Den Liebhabern der Cajun-Küche oder der mexikanischen Küche steht zudem mit Tagetes lucida ein authentisches Würzkraut für mole verde oder Hähnchen- und Fischgerichte zur Verfügung. Traditionell ist die Verwendung in südamerikanischen Kakaogetränken. Verwendet werden die Blätter. Langes Erhitzen schadet dem Aroma.Das Kraut mit den länglichen Blättern und dem starken Aroma ergibt einen anisduftenden Tee und aromatisiert Sommerbowlen. Getrocknet ist es eine gute Beigabe zu Potpourris. Die spät im Jahr erscheinenden Blüten lassen sich auch gut für Trockensträuße verwenden.Winter-Estragon ist am besten im Kübel aufgehoben und sollte frostfrei überwintert werden. Die ansonsten anspruchslose Pflanze ist mit normalen, nicht zu nährstoffreichen Böden zufrieden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.