Die dekorative Gestalt mit großen dunkelgrünen, elegant geschnittenen fiederspaltigen, dornigen Blättern wächst zu stattlichen Horsten heran. Der Stachelige Bärenklau stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde 1613 eingeführt. Er bleibt in Kultur meist kleiner als am Naturstandort. Die schmückenden dichten violettrosa Blütenähren erscheinen im Sommer. Im Herbst und Winter zieren die Fruchtstände.
Besonders wirkungsvoll ist die ornamentale Zierpflanze mit dem edlen Habitus zur Vorpflanzung für Gehölzgruppen geeignet. Als Kübelpflanze, dann aber bei frostfreier Überwinterung gezogen, ist Acanthus immergrün und kann zur Ausschmückung kühler Räume benutzt werden. Für durchlässige, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage ist Acanthus spinosus besonders geeignet. Schöne Partnerpflanzen sind z. B die gelbe Junkerlilie, Asphodeline lutea, Hohe Bart-Iris oder Schleierkraut (Gypsophila paniculata). Bei Kahlfrösten ist in rauen Gegenden Winterschutz, z. B. mit Fichtenzweigen, ratsam.
Die dekorativen Schmuckstauden haben als Vorlage stilisierter Blätterkelche am korinthischen Säulenkapitell Kunstgeschichte geschrieben. 'Diese schönen Pflanzen spielten einst in der grauen Vorzeit eine bedeutende Rolle, und haben deswegen eine historische und artistische Wichtigkeit, weil sie den uralten Baumeistern zu Modellen bei Verzierung der Kapitäler der korinthischen Säulen dienten. Man sollte sie deshalb aus dem lieblichen Kreise ihrer Grazienschwestern nicht verweisen.' (Zetter) In die Kunstgeschichte sind diese Säulenkapitelle als Acanthuskapitell eingegangen. Eine Reihe aus Acanthusblättern wird Acanthusfries genannt. Eine aus Acanthusblättern zusammengesetzte runde und symmetrische Blüte wird als Acanthusrosette bezeichnet.
Erwähnenswert ist, dass die Pflanze in milden Klimaten zu ungestümem Ausbreitungsdrang neigt, während sie sich hier bei uns in Illertissen als vergleichsweise unproblematisch und "beherrschbar" erwiesen hat. Dennoch empfiehlt es sich, dem dornigen, Ausläufer treibenden Bärenklau ausreichend Platz einzuräumen (oder eine Wurzelsperre einzuplanen) und kräftig wachsende Partner zur Seite zu stellen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Bildet reichverzweigte, kugelige, blütenübersäte Büsche. Schöne, traditionsreiche Rabatten- und Schnittstaude. Lockert sonnige Staudenrabatten auf. Ist für eine Stütze dankbar. weiter ...
Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze mit den wintergrünen, feinen, lauchartigen Blättern und den schönen, aufrechten Blütenschäften, die mit sternförmigen gelben, duftenden Einzelblüten besetzt sind, passt hervorragend in trockenheitsverträgliche mediterrane Pflanzungen. Mit Katzenminze oder Lavendel wirkt sie sehr dekorativ. Sie ist auf durchlässigen Böden absolut winterhart und bildet durch kurze Ausläufer dichte Bestände. Die standfesten Fruchtstände schmücken bis in den Winter hinein. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.