Grundständige Blattrosette und dunkelrosa Blüten. Alte Heil- und Zauberpflanze. Der Boden sollte mäßig nährstoffreich, humusreich, lehmig oder tonig sein.
Der inzwischen fast vergessene Ziest kann auf eine glorreiche Geschichte als Heilkraut zurückblicken. So soll der Leibarzt von Kaiser Augustus ein ganzes Buch nur über die Heilwirkung dieser Pflanze verfasst haben, in dem er besonders die Fähigkeit der Pflanze, Leber und Körper der Menschen vor epidemischen Krankheiten und vor Zauberkräften zu bewahren, hervorhebt.Gerbstoffe, Bitterstoffe und ein Betain, dem man vor allem blutstillende Eigenschaften zuschreibt, weisen den Ziest als nützlich bei Durchfall und Darmbeschwerden sowie bei entzündlichen Erkrankungen in Mund und Rachen aus. Auch bei Leber- und Galleninfektionen und zur Verbesserung der Hirndurchblutung soll Ziest verwendet worden sein. Ein Aufguss der Blätter, als Haarspülung verwendet, soll ergrautes Haar wieder dunkler machen. Überdosierung verursacht Durchfall und Erbrechen. Nicht während der Schwangerschaft anwenden!
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.