Der Doldenblütler erinnert in seinem Aussehen an zarte Petersilie, der Geschmack ist jedoch völlig anders: etwas süßlich, fein aromatisch und fenchelartig. In vielen Gegenden Deutschlands ist Kerbel ein unabdingbarer Bestandteil der traditionellen Gründonnerstagsuppe. Auch Frankfurter Grüne Sauce würzt er vorzüglich.
Das feine Kerbelaroma entfaltet sich in sahnigen, hellen Saucen besonders gut. Fisch oder helles Fleisch, aber auch Eier, junge Kartoffeln und gedünstetes Gemüse werden durch eine Kerbel-Sahnesauce aufgewertet. Es heißt, dass Kerbel das Aroma anderer Kräuter verstärkt, vielleicht gehört er deshalb zur Frankfurter Grünen Sauce und zu den fine herbes, eine Kräutermischung der feinen französischen Küche, zu der auch Petersilie, Schnittlauch, und Estragon gehören. Das zarte Kraut verliert beim Kochen viel von seinem Aroma, deshalb immer erst zum Schluss den fast fertigen Speisen zufügen oder roh verzehren.
Die gesundheitlichen Aspekte dürfen hier jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Als klassisches Frühjahrskraut eignet er sich mit seiner den Kreislauf anregenden und die Verdauung fördernden Wirkung gut für eine Frühjahrskur. Nicht umsonst gehört der Kerbel zu den wichtigsten Heilpflanzen der Klostermedizin und hatte in den Klöstern eine große Bedeutung als vitaminreiche Fastenspeise.
Das Kraut ist relativ anspruchslos, bevorzugt jedoch zum guten Gedeihen lockeren, humusreichen, ausreichend feuchten Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Kerbel ist kälteunempfindlich und kann deshalb bereits im März, wenn der Boden aufgetaut ist, gesät werden. Die Direktsaat kann bis August erfolgen. Der Doldenblütler wächst sehr schnell und kann bereits nach 8-10 Wochen geerntet werden. Lässt man einige Pflanzen blühen, erhält Kerbel sich durch Selbstaussaat. Sie Sämlinge des vergangenen Jahres überdauern den Winter problemlos und können bereits schon im März geerntet werden. Wer stetig frisches Kerbellaub ernten möchte, sollte Folgesaaten im Abstand von ca. 2 Wochen vornehmen. Bio-Saatgut von ReinSaat.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Vorzüglicher anisartiger, bittersüßer Geschmack. Im Aroma nicht ganz so erlesen wie der Französische Estragon. Der Deutsche Estragon ist kräftiger und robuster. Mit seinem starken Wuchs eignet er sich besser für rauere Lagen. weiter ...
Diese aus Südostasien stammende Art ist eine kräftige, aufrechte, anspruchslose Aromapflanze mit dekorativen Blütenähren. Sie wird nicht nur von Schmetterlingen geliebt. Minze-Anis-Aroma gibt der noch viel zu wenig bekannten Teepflanze einen besonders aparten Geschmack. weiter ...
Die Blätter mit dem aromatischen Sellerie-Petersilien-Geschmack sind nicht nur dekorativ, sondern auch in der Küche vielseitig verwendbar. Das Kraut kann seine Geschmacks-Verwandten Sellerie und Petersilie bei vielen Zubereitungen mühelos ersetzen. weiter ...