Kräftige Stangen, die zur Hälfte rot und zur Hälfte grün sind, charakterisieren die frühe und grünfleischige englische Sorte 'The Sutton', die bei uns eine echte Rarität ist. Sehr guter Geschmack und dabei durchaus attraktiv im Aussehen!
Rhabarber bevorzugt frische, tiefgründige, durchlässige und nährstoffreiche Böden in sonniger oder halbschattiger Lage. Die Rhabarber-Ballen so pflanzen, dass die Augen knapp unter der Erdoberfläche sitzen. Den Boden gegebenenfalls mit Kompost verbessern. Nach der Pflanzung gut festdrücken oder antreten und angießen. Jährlich im Herbst oder zeitigen Frühjahr mit einer ca. 3 cm starken Mulchschicht aus Kompost versorgen. Als Starkzehrer wird die Ernte mit einer zusätzlichen Gabe von groben Hornspänen im Mai oder Juni deutlich verbessert. Bei allen Sorten sollte ab Johanni (24. Juni) die Ernte eingestellt werden, damit die Pflanzen ausreichend Zeit zur Regeneration haben.
Frisch gepflanzter Rhabarber wird im ersten Jahr nicht geerntet. Auch im zweiten Jahr darf nur sehr schonend geerntet werden. Ab dem dritten Standjahr ist dann eine Vollernte möglich.
Bei Neupflanzung bitte den Standort wechseln. Bei guter Pflege kann Rhabarber bis zu 15 Jahre auf dem gleichen Standort stehen. Das regelmäßige Ausbrechen der Blütentriebe - so früh als möglich - ist eine wichtige Pflegemaßnahme und garantiert höhere Ernteerträge.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Rhabarber, dessen frische junge Blattstiele in den Zeiten, als Interkontinentalimporte von frischem Obst noch nicht an der Tagesordnung waren, sehnsüchtig als das erste frische Kompott erwartet wurden, ist eigentlich ein Gemüse. Aus Asien stammend, hatte das großblättrige Knöterichgewächs es zunächst schwer, in Europa akzeptiert zu werden. Mehr über Historie, Herkunft, Verwendung und Ernte auf unserer WebSite.
Kundenfrage vom 23.11.2009:
Ich habe mir von Ihnen Rhabarber-Wurzeln schicken lassen und möchte diese pflanzen, bin jedoch unsicher, wo oben und unten ist. Es gibt größere Schnittflächen, die ich nach oben nehmen würde, bin jedoch verunsichert, da "die Augen knapp unter der Erdoberfläche sitzen" sollen und bei mir wäre dann allerdings unten, was aus meiner Sicht als "augenartig" zu bezeichnen wäre - aus diesen einzelnen "Sprossen" scheinen mir aber eher Wurzeln werden zu können, als aus den Schnittflächen, wo ich eher den Stengelquerschnitt zu sehen glaube. Vielleicht sind die Schnittflächen aber auch eher seitlich, wenn ein Rhizom geteilt wurde. Können Sie mir vielleicht helfende Hinweise dazu geben?
Vielen Dank im voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Werner
Unsere Antwort vom 23.11.2009:
Die Schnittflächen gehören nach unten oder seitlich orientiert (es handelt sich nicht um Stengelquerschnitte) - hier wurden die großen Wurzelstöcke geteilt und es entstehen neue Wurzeln. Die Augen treiben im Frühjahr aus (gehören also nach oben) und sind momentan vielleicht etwas schwierig zu erkennen.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.