Alte heimische Heil- und Würzpflanze mit schönen Doldenblüten für Wildstaudenpflanzungen auf tiefgründigen, nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden. In Tirol galt Meisterwurz als die Wurz aller Wurzeln, war hilfreich nicht nur gegen Gift, Pest und den bösen Blick, sondern heilte praktisch alle Krankheiten und Verzauberungen. In der Volksmedizin gilt die Meisterwurz als harn- und schweißtreibendes Mittel und soll die Verdauung regulieren.
Die Heilpflanze ist in die Gruppe der aromatischen Bitterstoffe einzuordnen und hat deshalb ihr Hauptanwendungsgebiet bei Magen-, Darm-, Leber- und Gallestörungen. Ein Dampfbad mit Meisterwurz soll bei Bronchitis und Asthma lindernd wirken.
Hildegard von Bingen über die Meisterwurz: Die Meisterwurz ist warm und taugt gegen Fieber. Denn wer Fieber hat, welcher Art es auch sei, der nehme Meisterwurz und zerstoße sie mäßig, und wenn sie zerstoßen oder zerrieben ist, gieße er einen halben Becher Wein bis über die obersten Stücke über diese Meisterwurz, und so lasse er das mit diesem Wein über Nacht stehen, und am Morgen gieße er wiederum Wein dazu, und so trinke er nüchtern, und das während drei Tagen oder während fünf Tagen, und er wird geheilt werden. Achtung: Höhere Dosen wirken toxisch!
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.