Der Name weist auf den Ursprung hin; das aromatische Kraut mit den silbrig-wolligen Blättern stammt aus dem Diktys-Gebirge auf Kreta und wächst dort bis zu 1600 m Höhe. Der nicht völlig winterharte Kreta- oder Diptam-Dost eignet sich besonders gut für Steingärten, die die felsige Landschaft seiner Heimat nachahmen. Nässeempfindlich.
Die Volksmedizin sagt dem Kreta-Dost eine aphrodisierende Wirkung nach und empfiehlt ihn bei Menstruationsbeschwerden und als schmerzlinderndes Mittel bei der Niederkunft. Ganz profan kann man dem Kreta-Dost in bitteren Likören begegnen, die die Verdauung anregen sollen.
Im antiken Griechenland hielt man Oregano für ein Allheilmittel und ein Gegengift. Besonders der Kreta-Dost war als Wundheilmittel sehr berühmt und genoss einen fast magischen Ruf. Der Sage nach heilte Aphrodite den troischen Helden Äneas mit diesem Kraut. Auf Aristoleles geht eine Legende zurück, nach der Ziegen, von einem Giftpfeil verletzt, dieses Kraut gefressen hätten. Daraufhin hätte der Körper das Gift vollständig wieder ausgeschieden. Hippokrates verwendete das Kraut gegen Gallen- und Lungenleiden und bei Wundgeschwüren.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.