Wer weiße Blumen mag, wird diese Herbstzeitlose, deren Vorfahren aus dem Kaukasus und Kleinasien stammen, lieben. Die Blüten muten an, wie aus feinstem Wachs geformt. Sie sind vergleichweise groß und erinnern an besonders große Krokusse, wenn sie auch im Herbst erglänzen.
Ihre Blütezeit schließt sich nach der der Echten Herbstzeitlosen an. Jeder einigermaßen durchlässige Gartenboden eignet sich bestens und etwas Herbstsonne steigert ihr Wohlbefinden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Herbstzeitlosen fallen einfach auf - und das nicht nur durch ihre großen krokusartigen Blüten. Ihr Wuchsrhythmus weicht von dem Üblichen ab. Nach der Pflanzung im Hoch- und Spätsommer bilden sie erst einmal nur Blüten und starten so zu einem letzten großen Feuerwerk im herbstlichen Garten. Die Wurzelbildung erfolgt erst nach der Blüte und die großen Blätter lassen sich erst im Frühling blicken. Der Inhaltsstoff der Herbstzeitlosen, das Colchicin, ist äußerst giftig. Herbstzeitlosen sind in Wiesen und Triften zuhause, aber die Tiere sind clever und rühren weder die frischen Pflanzen noch Heu an, in dem sich Pflanzenteile von Colchicum finden. Im Garten ist eine Pflanzung auf gut dränierten, eher lehmigen Böden in Wiesen, im Rasen oder in Beeten am sonnigen Gehölzrand günstig. Auf Grund der großen Blattmasse im Frühjahr müssen die Zwiebeln so gepflanzt werden, dass Nachbarn nicht erdrückt werden. Blätter vor Schneckenfraß schützen! Da die Knollen vor der Blüte keine Wurzeln bilden, können sie auch trocken bei Licht beispielsweise in hübsche Glasgefäße gelegt werden. Vor aller Augen entwickelt sich bei diesen "Trockenblühern" dann allmählich die Blüten. Nach dem Abblühen müssen die Zwiebeln jedoch zügig gepflanzt werden, damit sie sich noch gut im Erdreich etablieren und dann alljährlich im Garten den Beginn des Herbstes anzeigen können.
Müssen im Sommer in die Erde
Einige der schönsten Pflanzen, die aus Zwiebeln und Knollen wachsen, müssen unbedingt im Hoch- bzw. Spätsommer gepflanzt werden, damit sie sich optimal entwickeln. Einige von ihnen blühen sogar schon wenige Wochen nach dem Pflanzen. Herbstzeitlosen, Herbstkrokusse und der schöne herbstblühende Goldkrokus gehören zu diesen Blumensprintern. Ihre Blüten sind bereits in den Knollen angelegt. Sie entwickeln sich aus den dort gespeicherten Reserven - und das innerhalb Rekordzeit vor Einbruch des Frostes. Einer von ihnen liefert das teuerste Gewürz der Welt: der echte Safran (Crocus sativus) - ein anderer dagegen ein starkes Gift: die Herbstzeitlose (Colchicum). Glücklicherweise lassen sie sich bereits als trockene Knolle bestens unterscheiden! Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) und ganz besonders die Madonnenlilien (Lilium candidum) sollte man ebenfalls so früh wie möglich pflanzen. Beide müssen noch vor dem Frosteinbruch Wurzeln bilden; die Madonnenlilie braucht sogar noch die Zeit, um ihre Blattrosette zu entfalten, mit der sie durch den Winter geht.
Großwüchsige beeindruckende Sorte der Krötenlilie mit gut verzweigten Blütenständen. Die weißen bis blasslila Blüten haben viele dunkelpurpurne Flecken. Besonders wertvoll durch die späte Blüte. weiter ...
Die straff aufrecht wachsende Pflanze besticht durch ihre Wuchsfreudigkeit, die ausgezeichnete Winterhärte, die gute Standfestigkeit und durch ihren enormen Blütenreichtum. Die mittelgroßen, etwa 5 cm durchmessenden, halbgefüllten Blüten sind beim Aufblühen Anfang Oktober cremeweiß, hellen jedoch mit fortschreitender Blütezeit mehr und mehr auf, so dass sie voll erblüht ein reines Weiß zeigen. Die Blüten vertragen leichte Fröste gut, verfärben sich dann allerdings leicht rosa. weiter ...
Art.-Nr.: 50403-102 11 cm Topf (1 l)
Fragen
Kundenfrage vom 18.06.2010:
Ich höre immer wieder, dass der Bärlauch beim Sammeln verwechselt wird, mit tödlicher Folge! Wie unterscheiden sich beide Pflanzen?
Unsere Antwort vom 21.06.2010:
In der Tat ein heikles Thema!
Wer beide Pflanzen gut kennt, wird sie kaum verwechseln. Allerdings sind junge Herbstzeitlose-Pflanzen dem Bärlauch tatsächlich ähnlich, so dass es leider immer wieder zu tödlichen "Unfällen" kommt. Unverkennbar ist eigentlich der (knoblauchartige) Geruch der Bärlauchblätter.
Beide Pflanzen kommen nur sehr selten am gleichen Standort vor. Sammelt man Bärlauch an schattigen Stellen unter Gehölzen (und nicht auf wiesenartigen Flächen), ist die Gefahr gleichzeitig auf Herbstzeitlose zu treffen sehr gering. Dennoch sollte man schon über ein gewisses Maß an Wissen über Pflanzen (und deren Verbreitung) verfügen, wenn man Pflanzen sammelt!
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.