Die intensiv roten Blüten der Wilden Malve verleihen Tee-Aufgüssen eine schöne rote Farbe. Deshalb werden sie gerne als Zusatz bei Teemischungen verwendet. Die ein- bis zweijährige, sich durch Selbstausaat erhaltende heimische Wildart mit aufsteigenden Stängeln hat eine sehr lange Blütezeit. Die Blüten sind dunkel geadert.
Die alte Heilpflanze ergibt einen wohlschmeckenden Tee. Die in der Malve enthaltenen Schleimstoffe entfalten ihre entzündungshemmende, beruhigende und schleimlösende Wirkung vor allem bei Erkältungskrankheiten und Infektionen der Harnwege. Im 16. Jahrhundert galt die Malve gar als Allheilmittel. Zur Bereitung eines Malven-Heiltees wird oft empfohlen, die Blüten nicht mit kochendem Wasser zu übergießen, sondern diese mehrere Stunden in warmem Wasser ziehen zu lassen. Das schont die heilenden Schleimstoffe.
Wer Blumen in der Küche mag, kann die jungen Malvenblätter, aber auch die dekorativen Blüten und die unreifen Samenkapseln Salaten zusetzen. Zu diesem Zweck eignet sich neben der Wilden Malve die Moschusmalve, Malva moschata, besonders gut. Die Wildpflanze liebt stickstoffreiche Wegränder, alte Kompostplätze, sonnige Komposthügel, Brennesselfluren und Mauern.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.