Aus dem echten Lavendel, der neben vielen Lavendelsorten in der Provence feldmäßig angebaut wird, destilliert man auch heute noch ein hochwertiges und teures Öl, welches oftmals aus variablen Sämlingsbeständen gewonnen wird. Die sich daraus ergebende breite Palette der Inhaltsstoffe macht dieses Öl besonders wertvoll. Es wird sowohl in der Parfümindustrie verwendet, besonders aber auch für pharmazeutische Zwecke. Unter anderem weist das Lavendelöl schmerzlindernde, desinfizierende und auch beruhigende Wirkungen auf.
Ausschließlich die beiden Wildarten von Lavandula angustifolia und Lavandula latifolia vermehren wir über Aussaat. Dadurch erhalten wir Pflanzen welche in ihren Eigenschaften variieren. Nicht nur Wuchshöhe, Blütenfarbe und Laubfärbung sind somit in einem gewissen Umfang variabel, sondern auch die Zusammensetzung des ätherischen Öls unterliegt Schwankungen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Alle Sorten des echten Lavendels, die wir anbieten, werden vegetativ, also durch Stecklinge vermehrt. So bleiben die besonderen Eigenschaften, durch die sich die Sorten auszeichnen, erhalten. Aus der enormen Fülle an Sorten, die es mittlerweile gibt, haben wir ausgewählt, was sich in unserer Lavendelsammlung als besonders wertvoll erwiesen hat. Echter Lavendel ist gut frosthart, einfach zu kultivieren und durch zweimaligen Schnitt kompakt und buschig zu erhalten. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte bringt noch etwas Durchtrieb bis zum Spätsommer und wohlgeformte Büsche für den winterlichen Garten. Im späten Frühjahr, wenn der neue Austrieb sichtbar wird, sollte dann ein stärkeres Einkürzen der Triebe erfolgen. Am geeigneten Standort eignen sich alle Sorten für mehr oder weniger kompakte Einfassungen und Hecken. Wir empfehlen Ihnen pro laufendem Meter Dufthecke nicht mehr als drei Pflanzen zu setzen, damit diese sich gut entwickeln können und nicht schon nach zwei Jahren um Licht und Luft konkurrieren müssen.
Lavendel
Der Duft von blühendem Lavendel weckt so manche Assoziation. Für die einen ist es der Wäscheschrank der Großmutter, für die anderen die flirrende Hitze der sommerlichen Provence ...
Botanisch gesehen sind alle Lavendelarten keine Stauden, sondern Halbsträucher. Das bedeutet, dass Lavendel sich im Winter nicht wie die Stauden komplett in die unterirdischen Überwinterungsorgane zurückzieht, sondern dass er oberirdisch mit teils verholzten, teils krautigen, wintergrünen Trieben überwintert: In der Gartengestaltung ein wertvoller Aspekt, den man durchaus berücksichtigen sollte, da er dem winterlichen Garten Struktur verleiht. Lavendel liebt möglichst vollsonnige Standorte und durchlässigen, kalkhaltigen Boden. Bereist man den Süden Europas, so gewinnt man gar den Eindruck, dass er auf nahezu reinem Kalkschotter noch zu gedeihen vermag. Ein gut dränierter Boden ist für Lavendel überlebenswichtig. Jegliche Staunässe, vor allem im Winter, kann ihm den Garaus machen!
Diese durch Aussaat vermehrte Pflanze ist in Wuchs und Aroma recht variabel. Schön in naturhaften Pflanzungen, wo er sich am geeigneten Standort auch willig versamt. weiter ...
Der 'Echte Thymian' ist ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet und deshalb sehr wärmeliebend. In strengen Wintern kann er bei Kahlfrost erfrieren. Sein aufrecht-verzweigter Wuchs macht den verholzenden kleinen Halbstrauch sowohl für "Solitärpflanzung" als auch für kleine Hecken geeignet. weiter ...
Ausdauerndes Küchenkraut mit würzig-pfeffrigem Geschmack. Berg-Bohnenkraut bildet recht große, breit hingelagerte Büsche. weiter ...
Art.-Nr.: 71084-001 9 cm Topf (0.5 l)
Fragen
Kundenfrage vom 11.07.2011:
Ich hatte überlegt die Pflanze zusammen mit Salvia azurea in einen Balkonkasten zu pflanzen und würde gern wissen, ob das möglich ist, oder ob der geringe Platz eines Balkonkastens eventuell zum Problem wird.
Unsere Antwort vom 12.07.2011:
Von den Standortansprüchen her harmonieren Salvia azurea und Lavandula angustifolia sehr gut. Kalkhaltiges, z.B. mit Kalksplitt abgemagertes, durchlässiges Substrat ist optimal. Besser als ein Balkonkasten würden sich aber ausreichend große Kübel eignen. Das Volumen sollte auf jeden Fall mindestens 5, besser ca. 10 l pro Pflanze betragen. Auf austreichenden Pflanzabstand achten, evtl. ist es besser, 2 separate Kübel zu verwenden.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.