Die 1955 von Dr. Hans Simon eingeführte Sorte war damals die einzige mit sicherer Blüte. Nach wie vor überzeugt dieser Klassiker durch die üppigen, fedrigen Blüten, die im Aufblühen erst rosa getönt sind, um sich dann herrlich silbern zu verfärben. Die Blätter, die im Herbst einen gelblichen Ton annehmen, hängen elegant bogig über. Die Sorte kommt auch noch in Höhenlagen um 800 Meter sicher zur Blüte und ist extrem robust und winterhart. Selbst in schneereichen Gebieten macht sie im Winter ein gutes Bild, da sich die Halme nach Schneelast wieder aufrichten können. Verwendung findet sie als Solitär und in kleinen Gruppen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Diese aus Südostasien stammende, horstig wachsende Art hat mit ihrer großen Vielfalt in Wuchs und Belaubung die weiteste Verbreitung gefunden und ist bis heute immer noch intensivster züchterischer Bearbeitung unterworfen. Mittlerweile gibt es bei uns eine schier unübersehbare Sortenvielfalt, mit der wir uns seit geraumer Zeit eingehend befassen. In den Beschreibungen finden Sie die Summe unserer Erfahrungen.
Miscanthus - Chinaschilf
Die Gattung Miscanthus ist in Ostasien verbreitet, wo sie an eher feuchten Standorten an offenen Hängen und ebenen Flächen vorkommt. Aufgrund ihrer Wuchskraft kommt Chinaschilf am Naturstandort oftmals in großen, geschlossenen Beständen vor. Für den Garten ist das Chinaschilf mit seinen vielen Sorten eines der bekanntesten und der am weitesten verbreiteten Ziergräser überhaupt. Der Standort sollte sonnig sein, aber leichter Schatten wird toleriert. Nährstoffreicher und humoser Boden ist günstig. Die fedrigen Blütenrispen, je nach Sorte silbrig-weiß oder silbrig-rosa bis silbrig-rot, erscheinen bei vielen Sorten erst spät im Jahr, meist im August und September. Sie erfreuen uns aber bis in den Winter hinein, denn die im Herbst stehengelassenen Blütenhalme wirken auch unter Schnee und Raureif noch sehr apart und können - selbst im Winter - dem Garten Struktur verleihen. Es gibt aber auch Sorten, die bislang nicht oder nur nach warmen Sommern blühen. Auch die Färbung der Blätter, die Herbstfärbung und die Wuchsform sind wichtige Kriterien bei der Beurteilung des Zierwertes. Viele Sorten verdanken wir Ernst Pagels, dem großartigen Staudenzüchter, der sich im Laufe seines Schaffens intensiv mit der Gattung Miscanthus befasst hat und über die Jahre eine große Zahl wertvoller Auslesen verbreitet hat. Mittlerweile ist das Spektrum der Arten und Sorten, die für den Garten verfügbar sind, enorm. Die Auswahlmöglichkeiten sind gewaltig: Von mächtigen, oft mannshohen Horsten, die als solitäre Strukturbildner oder sogar als Sichtschutz (im Sommer und Herbst) Verwendung finden, bis hin zu kleinwüchsigen Formen mit einer Wuchshöhe deutlich unter einem Meter. Ein Tipp: Hautkontakt während Sonnenschein sollte grundsätzlich vermieden werden!
VI-VII :: 60 :: B2-3/Fr3 so D elfenbeinweiß, H hellgelb
Ein ganz besonderes Farbspiel: die Domblätter sind zucker- bis elfenbeinweiß, die Hängeblätter buttergelb. Sie blüht eher spät und remontiert manchmal. weiter ...
Wenig bekannte, Ausläufer treibende Wildaster für nasse Plätze. Schön verwendet werden kann sie am Teichrand und in naturhaften Pflanzungen. Sie überzeugt mit lockeren, doldenartigen Blüten und hübschem, silbrigweißem Samenstand. Allerdings ist ihre Erscheinung sehr variabel. weiter ...
Vom Spätsommer bis in den Oktober hinein erscheinen lockere Rispen mit vielen kleinen blauen Blütenköpfchen. Die Blaue Wald-Aster toleriert sowohl einen sonnigen als auch einen halbschattigen Standort und eignet sich für die Verwendung am lichten Gehölzrand. Aufgrund ihres natürlichen Charmes eignet sich diese Aster hervorragend für naturnahe Pflanzungen. weiter ...
"...mit Sahne" wäre zu ergänzen, denn diese außergewöhnlich dekorative Blattschmuckstaude betört außer mit ihren rotbraunen Blättern auch noch mit herbstlichen weißen Blüten. Die Staude ist sehr anpassungsfähig, braucht jedoch frischen bis feuchten Boden. weiter ...
Art.-Nr.: 50621-102 11 cm Topf (1 l)
Fragen
Kundenfrage vom 15.05.2011:
Ist bei den Schilfarten "Miscantus japonicus" und "Miscanthus sinensis" (Silberfeder) zu befürchten, dass sie sich unterirdisch aufbreiten? Ich möchte diese nämlich neben meine Holzterrasse pflanzen.
Unsere Antwort vom 16.05.2011:
Beide Arten bilden keine Ausläufer, sondern wachsen horstig.
Miscanthus x giganteus (= M- japonicus) wächst an zusagenden Standorten jedoch sehr breithorstig und ausladend, und kann eine Fläche von 2-3 qm belegen.
Kundenfrage vom 03.09.2010:
Ich würde gerne einen Sichtschutz aus Gräsern pflanzen. Es sollte etwa ab Juni einigermaßen dicht sein, ist "Silberfeder" hierfür geeignet?
Unsere Antwort vom 06.09.2010:
Im Juni hat Miscanthus bereits an Höhe gewonnen und bietet durchaus schon einen recht guten Sichtschutz.
Kundenfrage vom 25.10.2009:
Um mit der Silberfeder einen Sichtschutz über 15 Meter Länge zu erreichen sollte man wieviel Stück davon pflanzen?
Unsere Antwort vom 26.10.2009:
Pro laufenden Meter sollten Sie etwa 2 Pflanzen einplanen. Bitte bedenken Sie, dass Miscanthus spätestens im Frühjahr (vor dem Neuaustrieb) komplett zurückgeschnitten werden sollte; bis der Neuaustrieb dann einigermaßen an Höhe gewonnen hat, ist kein bzw. kaum Sichtschutz gegeben.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.