Das aus den Wäldern der rumänischen Karpaten stammende Siebenbürger Leberblümchen blüht deutlich früher als das Heimische Leberblümchen. In milden Wintern erscheinen die leuchtend blauen anemonenähnlichen Blüten bereits im Februar. Damit gehört der reizvolle Frühlingsblüher gemeinsam mit dem Winterling und den Frühlings-Alpenveilchen zu den ersten Boten des nahenden Frühlings. Die Farbe der bis zu 5 cm großen sternförmigen Blüten ist besonders intensiv und leuchtend. Der Wuchs ist stärker, und Blatt und Blüte sind größer als beim heimischen Leberblümchen.
Mittels kurzer Ausläufer breitet sich das wüchsige Siebenbürger Leberblümchen allmählich immer weiter aus, so dass mit der Zeit größere Bestände mit bis zu 30-40 cm Durchmesser entstehen. Erst nach der Blüte erfolgt der Laubaustrieb. Der junge Blattaustrieb zeichnet sich besonders durch seine attraktive flauschige Behaarung aus. In Bezug auf den Standort ist das Siebenbürger Leberblümchen anspruchslos. Besonders geeignet ist es für reife Waldhumusböden in halbschattiger bis schattiger Lage, z. B. vor und zwischen Laubgehölzen. Passende Pflanzpartner sind z. B. weiße Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum 'Album'), Himmelschlüsselchen (Primula elatior), weiße Frühlings-Anemonen (Anemone blanda) oder auch Anemone nemorosa. In respektvollem Abstand sind auch Schattengräser oder kleine Farne denkbar.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.