Diese robusteste und wuchsfreudigste Taglilie überhaupt breitet sich mittels Ausläufer allmählich aber stetig aus und gedeiht auch an halbschattigen Plätzen und im Wurzeldruck von Gehölzen noch gut. Sie ist in alten Gärten oftmals noch verwildert zu finden und selbst im Bereich alter Gleisanlagen hat sie sich Refugien erobert. Daran erinnert auch der alte Name Bahnwärter-Taglilie. Gut zur Hangbefestigung und zur pflegeextensiven Flächenbegrünung!
"Die braunrote Taglilie ist eine jener guten alten Pflanzen, die man früher in allen Gärten fand, die aber jetzt, sehr mit Unrecht, in Vergessenheit geraten sind." (Vilmorin 1879)
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Karl Foerster bezeichnete Hemerocallis auch als die Blumen des intelligenten Faulen, da sie nur wenig Pflege brauchen, außer einer ordentlichen Düngergabe absolut genügsam sind und sich mit ihrem üppigen Laub unliebsame Konkurrenz locker vom Leibe halten können. Auch die Ansprüche an den Standort sind entsprechend bescheiden, bevorzugen jedoch eher nährstoffreiche und nicht zu trockene Plätze im lichten Schatten bis in voller Sonne. Gute Pflanzpartner sind demnach z.B. Iris sibirica, Paeonia lactiflora, Phlox paniculata, Miscanthus sinensis.
Hemerocallis sind prachtvoll blühende, langlebige Liliengewächse mit essbaren Blüten, die in China seit Jahrtausenden in Kultur sind. Die Einzelblüte einer Taglilie blüht, wie der Name schon sagt nur einen Tag, doch jeden Tag erblühen neue Knospen, sodass sich eine lange Blütezeit ergibt. Inzwischen gibt es viele neue Sorten mit spektakulären Farben und Blütenformen - ein phantastischer Schmuck für Hochsommer-Rabatten. Sie entfalten ihre Schönheit als Solitärstaude ebenso, wie wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt werden. Die Wildarten wirken in wiesenartigen Anlagen am schönsten. Alle Taglilien bevorzugen einen sonnigen, nicht zu trockenen Standort. Die intensive Leuchtkraft dunkler Taglilien-Blüten bleibt zuverlässiger erhalten, wenn sie nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind. Pflanzt man Sorten, die sich in ihrer Blütezeit ablösen, kann man - je nach Witterungsverlauf - von Mitte Mai bis weit in den September hinein Taglilienblüten bewundern.
Hemerocallis von A bis Z
Es gibt inzwischen viele tausend Hemerocallis-Sorten. In den USA gehören Taglilien seit Jahrzehnten zu den absoluten Lieblingsstauden. Besonders die pragmatischen Amerikaner bringen ständig neue Sorten auf den Markt - die zahlreichen englischen Namen sind Beweis für die Dominanz der USA-Sorten. Allerdings sind viele der nordamerikanischen Züchtungen im kühlen mitteleuropäischen Klima recht blühfaul. Doch auch einige deutsche Hobby- und Profizüchter halten gut mit und steuern ganz hervorragende, an unser Klima perfekt angepasste Sorten bei. Wir bieten Ihnen hier nur bewährte und sicher blühende Sorten an.
Bewährte, robuste Art mit besonders schönen samtigen, Tropfen tragenden Blättern. Die knospigen Blüten sind in der Vase wunderschön mit gelben Rosen und Gräsern. Nachblüteschnitt gegen Versamen und für attraktiven Neuaustrieb ratsam. weiter ...
Blatt- und Blütenschmuckstaude für kontrastreiche Pflanzungen. Besonders der Austrieb ist intensiv rotbraun gefärbt. Später vergrünen die Blätter vor allem auf halbschattigen Plätzen. Im Sommer erscheinen hellgelbe Blüten. Reichlich Ausläufer treibend. 'Firecracker' bildet insbesondere auf schweren, feuchten Böden schnell große, dichte Bestände! weiter ...
Frühe Blüte und frühe Herbstfärbung sind das Markenzeichen dieser Sorte! Die elegant über dem Laub stehenden Blütenfahnen in einem aparten, silbrigen Rotton und seine wunderschöne Herbstfärbung machen 'Malepartus' zu einem prachtvollen Blickfang mit wahrlich großartiger Herbstwirkung. weiter ...
Art.-Nr.: 64070-102 11 cm Topf (1 l)
Fragen
Kundenfrage vom 08.07.2011:
Wie verhält sich die Vorgabe von 70cm Abstand zur Aussage, dass man diese Pflanze "in kleinen Trupps" anpflanzen soll?? Wie soll man sich eine tatsächliche Anpflanzung vorstellen? Was passiert mit dem Zwischenraum, bis er gefüllt ist? Mulchen oder etwa kahle Erde "verteidigen"?? Oder verdrängen die Taglilien auf Dauer selber das Spontangrün?
Unsere Antwort vom 11.07.2011:
Hemerocallis fulva bildet mit der Zeit durch Ausläufer einen dichten Bestand. Die 70 cm Pflanzabstand sollten deshalb (auch zwischen benachbarten Pflanzen der gleichen Art) unbedingt eingehalten werden. Die frische Pflanzung benötigt zunächst noch Pflege. In den Zwischenräumen muss am Anfang gekrautet werden. Um Unkrautbewuchs im Zaum zu halten, bietet sich eine Mulchschicht mit geeigneten Materialien an. Bitte keinen Rindenmulch verwenden. Mit der Zeit wird das Unkraut weitgehend verdrängt.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.