Topinambur wird geliebt und gefürchtet. Gefürchtet von denjenigen, die einmal leichtsinnig eine Pflanze wegen der schönen gelben Blüten im Garten vergraben haben und ihr dann kaum noch Einhalt gebieten konnten. Geliebt von denen, die die rundlichen bis länglichen kartoffelähnlichen Knollen gekostet und ihren Wert als laufend frisch zu erntendes Wintergemüse erkannt haben...
Topinambur-Knollen sind frosthart und werden von Kennern als Delikatess-Gemüse mit feinem, nussigem Geschmack geschätzt. Beim Kochen verleiht sein gesunder Inhaltsstoff Inulin dem Topinambur einen süßlichen Geschmack. Wer den nicht mag, sollte die rohen Knollen fein gerieben als Salat versuchen. Mit Zitronensaft oder Aceto balsamico und einem guten Öl entfaltet sich der viel zitierte nussige Geschmack. Gegart verwendet man Topinambur so vielfältig wie Kartoffeln und gemeinsam mit diesen: Gebraten, in Aufläufen, in Suppen, als Püree oder einfach gedünstet. Wer den käuflichen Kartoffelchips nicht viel abgewinnen kann, versucht es vielleicht einmal mit Topinamburchips. Dazu dünne Scheiben in nicht zu heißem Öl knusprig frittieren. Wetten, dass es kaum jemand gelingen wird, den Topinambur in dieser leckeren Beilage zu erkennen?
Topinambur bitte immer tief pflanzen, eine Spatentiefe sollte es schon sein. Anderenfalls quellen die köstlichen Knollen im Herbst von ganz allein an die Oberfläche. Einen großzügigen Platz sollte man dem Topinambur einräumen, schließlich soll sich die Ernte ja auch lohnen. Hat er sich allerdings zu weit vorgewagt, können im Frühjahr überschüssige Triebe, wenn sie etwa kniehoch sind, einfach ausgerissen werden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.