Das Drachenmaul ist eine Hochgebirgspflanze. In den Pyrenäen und Alpen wächst es auf Kalkrasen oberhalb der Baumgrenze. Dort bildet es große wintergrüne Blattrosetten von bis zu 30 cm Durchmesser. Die Blätter sind runzelig, grob gekerbt und liegen dicht dem Boden an. Daraus wachsen im kurzen Gebirgssommer 10 bis 25 cm hohe Blütenstiele hervor, die mit Blütenquirlen besetzt sind. Die blauvioletten Blüten schauen alle nach einer Seite. Im Flachland blüht das Drachenmaul von Mai bis Juli. Das Laub verströmt einen köstlichen, herb-würzig-harzigen Duft.
Während viele Alpinpflanzen sehr empfindlich sind, ist das Drachenmaul auch im Flachland unproblematisch. Es braucht einen frischen bis feuchten nicht zu sonnigen Standort am besten im Steingarten. Der möglichst lehmige Boden kann (muss aber nicht) Kalk enthalten. Der Nährstoffgehalt sollte gering sein.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.