Dieser beeindruckende nordamerikanische Farn braucht sehr humosen sauren Boden mit guter Wasserversorgung. Der Austrieb ist baumwollartig behaart; die sterilen Wedel sind mittel- bis hellgrün und trichterförmig gebüschelt angeordnet. Die später erscheinenden fertilen Wedel sind etwas kürzer und stehen in der Mitte. Sie haben zimtbraune Stangen an Stelle der grünen Fiederchen. Der Zimtfarn braucht Zeit zur Entwicklung und kann im Alter bis 1,50 Meter Höhe erreichen. Sehr schön in Einzelstellung, umgeben von Bodendeckern.
Die majestätischen Vertreter dieser ältesten Gattung unter den Farnen - Osmunda - können am passenden Standort uralt und riesengroß werden. Typisch für diese Farne mit der großartigen Wirkung sind die dicken Ballen faseriger Wurzeln und die attraktive Färbung der Wedel. Ausgewachsen haben sie einen erheblichen Platzbedarf.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Farne brauchen Feuchtigkeit, dabei gilt aber grundsätzlich, dass die Luftfeuchtigkeit meist wichtiger ist als nasser Boden. Für Farne, die sauren Boden mögen, kann Nadeleinstreu zur Verbesserung des Bodens verwendet werden, was sich logischerweise sehr einfach mit einer Reisigabdeckung im Winter kombinieren lässt. Farne sind im Allgemeinen sehr gesund und haben im Vergleich so gut wie keine Krankheiten oder Schädlinge. Frühjahrspflanzung wird empfohlen, ist aber meist nicht zwingend notwendig. Tolle Pflanzpartner sind Blumenzwiebeln für den Schatten, mit denen sich die Farne den Standort teilen können, da die meisten Farne erst spät ihre volle Größe erreichen. Blühende Zwiebelblüher zwischen den sich entrollenden Wedeln - ein wunderschöner Anblick!
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.