Dieser beeindruckende große Trichterfarn von hohem ästhetischen Reiz und fast tropischer Üppigkeit ist ausgesprochen attraktiv. Die im Austrieb noch schmalen Trichter öffnen sich später zu einer perfekten Form. Sehr schmückend sind die im Zentrum erscheinenden braunen Sporenwedel im Winter. Doch Vorsicht: Nichts für kleine Gärten!
Die Ausläufer treibende heimische Art eignet sich besonders für großflächige Gehölzunterpflanzungen auf ausreichend feuchten Standorten. Für kleine Gärten ist der Straußfarn zu starkwüchsig. Der Standort sollte nährstoffreich und frisch bis feucht sein. Der schöne Farn eignet sich auch zur Erstbepflanzung in neu angelegten Gärten.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Farne brauchen Feuchtigkeit, dabei gilt aber grundsätzlich, dass die Luftfeuchtigkeit meist wichtiger ist als nasser Boden. Für Farne, die sauren Boden mögen, kann Nadeleinstreu zur Verbesserung des Bodens verwendet werden, was sich logischerweise sehr einfach mit einer Reisigabdeckung im Winter kombinieren lässt. Farne sind im Allgemeinen sehr gesund und haben im Vergleich so gut wie keine Krankheiten oder Schädlinge. Frühjahrspflanzung wird empfohlen, ist aber meist nicht zwingend notwendig. Tolle Pflanzpartner sind Blumenzwiebeln für den Schatten, mit denen sich die Farne den Standort teilen können, da die meisten Farne erst spät ihre volle Größe erreichen. Blühende Zwiebelblüher zwischen den sich entrollenden Wedeln - ein wunderschöner Anblick!
Kundenfrage vom 05.05.2011:
Kann man den Farn auch wieder "loswerden"? Es gibt ja starkwüchsige Pflanzen (zB. Minze), die man ganz einfach entfernen kann, während andere (zB. Acker-Schachtelhalm) den ganzen Garten in Geißelhaft nehmen, ohne dass man sich erfolgreich wehren kann. Wie sieht es mit diesem Farn aus? Ich möchte mir keine Plage in den Garten holen, habe jedoch eine gewisse Fläche im Schatten zu begrünen.
Unsere Antwort vom 05.05.2011:
Matteucia struthopteris kann eigentlich nur durch eine ausreichende Rhizomsperre im Zaum gehalten werden. Der Farn bildet starke Ausläufer und ist eigentlich nur für größere Gärten und Parks geeignet. Sollen Ausläufer entfernt werden, muss ziemlich tief gegraben werden...
Kundenfrage vom 14.01.2010:
Kann man den Farn in einen Topf sperren?
Unsere Antwort vom 14.01.2010:
Ja, man kann diesen Farn in ein Gefäß/Topf pflanzen. Allerdings sollte dieses ein ralativ großes Fassungsvermögen haben (mind. 30l Volumen). Kleinere Töpfe sind auch möglich, aber der Farn muss dann öfter umgetopft werden.
Kundenfrage vom 02.11.2009:
Wie klein in qm ist ein "kleiner Garten"? Wenn der Farn zwischen eingewachsene Sträucher gesetzt wird - durchwandert er dann mit seinen Ausläufern auch die Wurzeln von 20-jährigen Weigelien, Strauchrosen und Kolkwitzie? Kann man so einen Ausläufer, wenn er sich denn in die Wiese bis in die Sonne wagt, nicht einfach abmähen?
Unsere Antwort vom 03.11.2009:
Wenn Sie den Farn in die Umgebung von gut eingewachsenen Sträuchern setzen, wird das seinen Ausbreitungsdrang natürlich etwas eindämmen. Der Farn dürfte eine Weile brauchen, bis er sich soweit etabliert hat, dass er sich ernsthaft ausbreiten kann. Abmähen lässt er sich natürlich, aber Sie werden Matteucia struthiopteris dadurch nicht "kleinkriegen".
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.