'Cabaret' ist eine japanische Sorte, die 1976 in die USA eingeführt und von Kurt Bluemel benannt wurde. Für Liebhaber der weiß-bunten Formen ist diese wohl auffälligste buntlaubige Sorte ein absolutes Muss. Das Besondere an 'Cabaret' ist, dass die Panaschierung genau umgekehrt wie gewöhnlich ist: Hier fassen nämlich grüne Blattränder eine cremeweiße Blattmitte ein. Diese faszinierende Färbung macht das Blatt ausgesprochen interessant für den Schnitt.
Diese Unterart ist in milderen Klimaten Ostasiens verbreitet, ausgesprochen breitblättrig und bleibt im Herbst lange grün. Bei uns blüht sie nur nach warmen Sommern. In rauen Klimaten raten wir im Winter sicherheitshalber zu einer Abdeckung mit Laub bzw. Reisig. Keine Herbstpflanzung!
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Diese aus Südostasien stammende, horstig wachsende Art hat mit ihrer großen Vielfalt in Wuchs und Belaubung die weiteste Verbreitung gefunden und ist bis heute immer noch intensivster züchterischer Bearbeitung unterworfen. Mittlerweile gibt es bei uns eine schier unübersehbare Sortenvielfalt, mit der wir uns seit geraumer Zeit eingehend befassen. In den Beschreibungen finden Sie die Summe unserer Erfahrungen.
Miscanthus - Chinaschilf
Die Gattung Miscanthus ist in Ostasien verbreitet, wo sie an eher feuchten Standorten an offenen Hängen und ebenen Flächen vorkommt. Aufgrund ihrer Wuchskraft kommt Chinaschilf am Naturstandort oftmals in großen, geschlossenen Beständen vor. Für den Garten ist das Chinaschilf mit seinen vielen Sorten eines der bekanntesten und der am weitesten verbreiteten Ziergräser überhaupt. Der Standort sollte sonnig sein, aber leichter Schatten wird toleriert. Nährstoffreicher und humoser Boden ist günstig. Die fedrigen Blütenrispen, je nach Sorte silbrig-weiß oder silbrig-rosa bis silbrig-rot, erscheinen bei vielen Sorten erst spät im Jahr, meist im August und September. Sie erfreuen uns aber bis in den Winter hinein, denn die im Herbst stehengelassenen Blütenhalme wirken auch unter Schnee und Raureif noch sehr apart und können - selbst im Winter - dem Garten Struktur verleihen. Es gibt aber auch Sorten, die bislang nicht oder nur nach warmen Sommern blühen. Auch die Färbung der Blätter, die Herbstfärbung und die Wuchsform sind wichtige Kriterien bei der Beurteilung des Zierwertes. Viele Sorten verdanken wir Ernst Pagels, dem großartigen Staudenzüchter, der sich im Laufe seines Schaffens intensiv mit der Gattung Miscanthus befasst hat und über die Jahre eine große Zahl wertvoller Auslesen verbreitet hat. Mittlerweile ist das Spektrum der Arten und Sorten, die für den Garten verfügbar sind, enorm. Die Auswahlmöglichkeiten sind gewaltig: Von mächtigen, oft mannshohen Horsten, die als solitäre Strukturbildner oder sogar als Sichtschutz (im Sommer und Herbst) Verwendung finden, bis hin zu kleinwüchsigen Formen mit einer Wuchshöhe deutlich unter einem Meter. Ein Tipp: Hautkontakt während Sonnenschein sollte grundsätzlich vermieden werden!
Wie die Vorherige, jedoch mit silbrig-grauen Blättern mit scharf eingeschnittenen Rändern. Sehr schön zu Strauchrosen und in Staudenrabatten. Sonniger Standort mit durchlässigem Boden. weiter ...
Noch höher und steiler als 'Silberfeder' wächst der 'Silberturm' von Ernst Pagels! Ein wahrlich gigantisch hoher Turm unter den Miscanthus-Sorten mit aufrechtem Wuchs und wenig Neigung zum Knicken. Besonders zur Blütezeit braucht er viel Platz, wenn sich die Blütenstände weit über das Laub erheben und dem Betrachter kaskadenartig zuneigen. weiter ...
Besondere Auslese von Ernst Pagels. Reichblütig, buschig, schön verzweigt und lockerer als die reine Art; erfreut durch unentwegte Blüte von Juli bis September. Die langen Blütenrispen erscheinen milchweiß, wobei die Einzelblüten, bedeckt durch eine weiße Hülle, lila-purpurrot sind. Die Blätter stehen als Fiedern, der Stängel ist kantig, gefurcht und kahl. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.