Die heimische Wild- und Heilpflanze mit den quirlständigen Blättern und den zarten Blütenständen bildet filigrane, honigduftende Blütenteppiche. Waldmeister treibt Ausläufer und bevorzugt kühle, lockere, humusreiche Böden. Die aromatischen Blätter möglichst vor der Blüte ernten. Aber bitte nur in Maßen genießen und in der Schwangerschaft völlig darauf verzichten!
Früher gab es ja diese grässlich-schöne grüne Brause. Und grünen Wackelpudding. Seit jedoch die Wissenschaft herausgefunden hat, dass das im Waldmeister enthaltene Cumarin gesundheitliche Schäden hervorrufen kann, ist es still um das duftende Frühlingskraut geworden. Doch nach dem Motto Einmal ist keinmal muss sich niemand eine Maibowle versagen. Theodor Fontane scheint ein Spezialist für Maibowle gewesen zu sein. Im Schach von Wuthenow verrät er uns sein Rezept: Also Maikräuter. Und nicht lange ziehen lassen. Waldmeister ist nicht Kamillentee. Der Mosel, sagen wir ein Zeltinger oder Brauneberger, wird langsam über die Büschel gegossen, das genügt. Apfelsinenschnitten als bloßes Ornament. Eine Scheibe zuviel macht Kopfweh. Und nicht zu süß, und eine Cliquot extra. Extra, sag ich. Besser ist besser. Voil. Wer Lust auf mehr Waldmeister hat, sollte sich an Waldmeistereis versuchen. Mit den ersten frischen Erdbeeren dekoriert, ist das ein unschlagbares Frühlingsdessert. Erst angewelkt entwickelt Waldmeister sein intensives Aroma. Waldmeister wird nicht wie andere Kräuter klein geschnitten, sondern immer nur im ganzen verwendet.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.