In Bauerngärten war Süßholz früher eine verbreitete Nutz- und Heilpflanze für tiefgründige, fruchtbare, feuchte Böden. Die Schmetterlingsblüten erscheinen in lockeren Trauben. Getrocknete Wurzeln werden zur Zahnreinigung und als Katermittel verkauft. Der eingedickte Extrakt aus der Wurzel wird für Lakritze sowie für verdauungsfördernde Liköre verwendet. Er wirkt abführend und fördert den Gallenfluss, außerdem löst er Schleim bei Erkrankung der oberen Atemwege.
Die Staude aus der Familie der Schmetterlingsblütengewächse mit dem ausgedehnten Wurzelsystem ist im Mittelmeergebiet heimisch. Sie ist Ausläufer bildend. Zu pharmazeutischen Zwecken werden die Wurzeln verwendet. Die Rhizome werden im Herbst geerntet.
Süßholz enthält Glycyrrhizin, das bis zu 40-mal süßer als Zucker ist. Der gemahlene, getrocknete Süßholzsaft kann deshalb z.B. zum Süßen von Joghurts verwendet werden. Eine Tinktur aus der Wurzel gilt als entzündungshemmendes Mittel bei Arthritis oder Allergien, als verdauungsförderndes Heilmittel sowie als schleimlösend und lindernd bei Lungenleiden. Süßholz erhöht die Magensaftabsonderung und hat sich bei nervösen Magenbeschwerden und Darmkoliken als nützlich erwiesen. Ein Absud dient zur Behandlungen von Magenübersäuerung und Magengeschwüren. Süßholz ist in vielen Abführmitteln enthalten. Auch hormonelle Wirkungen wurden ihm immer wieder nachgesagt. Bei bestimmten Leberproblemen und Bluthochdruck sollte Süßholz vermieden werden, ebenso in der Schwangerschaft, bei Nierenfunktionsstörungen und Kaliummangel.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Horstige Wildstaude als Solitär im Bauern- oder Kräutergarten. Lippenblüten in dichten Quirlen. Handförmig-gespaltene, weichhaarige Blätter. Heilpflanze. Boden: locker-humos, lehmig-tonig, stickstoffreich. weiter ...
Zugegeben, der deutsche Name Knollen-Brandkraut wirkt nicht gerade verlockend, und vielen Gartenfreunden ist diese Pflanze, von Vilmorin bereits 1879 erwähnt, gänzlich unbekannt. Gleichwohl verdient die Staude, die in Mittel- und Südosteuropa sowie im Kaukasus wild vorkommt, einen Platz in unseren Gärten. Mit ihren kräftigen, aufrechten, kaum verzweigten Stängeln und den in Etagen übereinander aufgereihten Blütenquirlen bildet sie ein dauerhaftes vertikales Element in sonnigen Staudenpflanzungen. weiter ...
An hohen, biegsamen Stielen befinden sich, über schönem gefiedertem Laub, lockere, kugelförmige Blütentrauben mit vielen violetten Blüten. Noch weit mehr als mit seiner Blüte begeistert das chinesische Süßholz nach dem Abblühen: tolle kugelige Samenstände, die mit ihren Zacken und rötlichen Stacheln wirklich faszinierend aussehen, bilden im herbstlichen Garten eine auffallende Besonderheit - hervorragend zum Vasenschmuck geeignet und etwas ganz Außergewöhnliches für Gestecke. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.