Der Sibirische Portulak ist nicht nur eine ganz vorzügliche Wintersalat-Pflanze, sondern auch eine dankbare Bodendecker-Staude zum Verwildern auf halbschattigen bis schattigen Flächen. Dieser zweifache "Mehrwert" begeistert uns!
Montia sibirica gedeiht am liebsten in lockerer, humoser, nicht zu trockener Erde, ist aber hart im Nehmen. So toleriert sie Wurzeldruck und Trockenheit ohne zu murren und begrünt selbst im tiefen Schatten sehr willig ansonsten kahle Stellen. Sogar unter Nadelbäumen kann die Pflanze sich gut behaupten. Einmal angesiedelt erhält und verbreitet sich die kurzlebige und so genügsame Staude ganz unproblematisch über Selbstaussaat. Unerwünschte Sämlinge lassen sich glücklicherweise leicht entfernen, so dass Montia sibirica eigentlich nie lästig wird. Das frische, wintergrüne Blattgrün und die lange Blütezeit machen den Sibirischen Portulak zu einer idealen Schattenpflanze, die leicht zu anderen Stauden kombinierbar und das ganze Jahr über als Salatpflanze nutzbar ist.
Die fleischigen Blätter lassen sich gleich bündelweise ernten - und das sogar zu einer Zeit, da die meisten Pflanzen in tiefem Winterschlaf liegen. Man kann die Blätter auf Butterbrot verspeisen oder sie als Salat anrichten. Hierzu bieten sich Kombinationen mit anderen Winterkräutern, wie der Barbarakresse oder dem Löffelkraut, an.
Der Angabe zu den Lebensbereichen können Sie entnehmen, für welchen spezifischen Standort eine Pflanze geeignet ist.
Lebensbereiche
G
Gehölz
GR
Gehölzrand
Fr
Freiflächen
SH
Freiflächen mit Steppen-Heidecharakter
H
Freiflächen mit Heidecharakter
St
Steinanlagen
FS
Felssteppen
SF
Steinfugen
MK
Mauerkronen
M
(Fels-)Matten
A
Alpinum
B
Beet
WR
Wasserrand
W
Wasser
Feuchtezahlen
1
trockener Boden
2
frischer Boden
3
feuchter Boden
4
nasser Boden
5
flaches Wasser
6
Schwimmblattpflanzen
7
submerse Pflanzen
8
freischwimmende Pflanzen
Lichtverhältnisse
so
sonnig
abs
absonnig
hs
Halbschatten
sch
Schatten
Winterhärtezone:
Z3
Winterhärtezonen
Der Angabe der Winterhärtezone können Sie entnehmen, welche Tiefstemperatur in Grad C eine bestimmte Pflanze ohne größere Schäden überstehen kann.
Zone
Temperatur in °C
Z1
unter - 45,5
Z2
- 45,5 bis - 40,1
Z3
- 40,0 bis - 34,5
Z4
- 34,4 bis - 28,9
Z5
- 28,8 bis - 23,4
Z6
- 23,3 bis - 17,8
Z7
- 17,7 bis - 12,3
Z8
- 12,2 bis - 6,7
Z9
- 6,6 bis - 1,2
Z10
- 1,1 bis + 4,4
Z11
über + 4,4
Pflanzabstand:
25 cm; 16 St./m²
Geselligkeit:
II-III
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.
I
einzeln oder in kleinen Tuffs, 1-3 Pflanzen (bis max. 5)
II
in kleinen Trupps von etwa 3-10 Pflanzen
III
in größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen
IV
in größeren Kolonien, ausgesprochen flächig
V
vorwiegend großflächig
Wintergrün:
ja
Familie:
Portulacaceae
Mehr Infos
Salatkräuter für jede Jahreszeit
Im Winter gibt es leider nur wenig frisches heimisches Grün, und der weit gereiste Salat aus dem Supermarkt ist ja auch nicht unbedingt eine empfehlenswerte Alternative. Wie wäre es also mit frischen Winterkräutern aus eigenem Anbau? Und so gibt es für jede Jahreszeit die richtigen Kräuter ...
Robuste Alleskönner - auch unter Nadelgehölzen
Ganz ohne Licht geht es nicht, das sei gleich vorweg gesagt. Will man im Umfeld von Gehölzen Stauden ansiedeln, muss es sich also unbedingt um eine "lichte" Situation handeln. Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich, den unteren Bereich von Nadelgehölzen etwas aufzuasten. Lebensfeindliche Aspekte wie Trockenheit, Wurzeldruck und ggf. eine Schicht Nadelstreu stellen die weiteren Rahmenbedingungen dar. Damit kommen nur wirklich genügsame und robuste Stauden zurecht, manche erstaunlich gut. Trotzdem sollte bei Neupflanzung unbedingt etwas Starthilfe gegeben werden. Dazu gehört eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes (z. B. Auflockerung, Entfernung von Wurzelunkräutern, Aufbringung einer neuen Deckschicht) sowie anfängliches Wässern. Und dann braucht es Geduld! Im Vergleich zu klassischen Beetstauden, die auf "optimalen" Standorten gedeihen dürfen, dauert es in der Regel einige Jahre, bis ein mit widrigen Bedingungen kämpfendes Pflänzchen für sich selbst sorgen kann und sich seinen Platz erobert haben wird. Selbstaussaat sowie Ausläuferbildung sind probate "Hilfsmittel", um dann langsam aber sicher, eine flächige Besiedlung zu erreichen - ggf. vom Rand her in Richtung der "schwierigeren" Stammbereiche. Bedenken Sie aber bitte: Nicht jede auch noch so robuste Pflanze kommt an jedem x-beliebigen Standort zurecht. Im Umfeld von eingewachsenen Gehölzen gilt es, mit einer gewissen Portion gärtnerischen "Knowhows" und Neugierde zu experimentieren - Misserfolge nicht ausgeschlossen, grandiose Ergebnisse aber durchaus in Reichweite!
VI-X :: 30-50 :: G/GR2 hs-sch Farbe: lilarosa
Glänzende, dunkelgrüne, stark gelappte Blätter und feine Blüten charakterisieren diesen Storchschnabel. Die Art ist ausgesprochen schattenverträglich, blüht jedoch bei etwas mehr Licht reicher. Geranium nodosum verträgt Wurzeldruck und sät sich aus, deshalb kann ermit der Zeit sogar schwierige Standorte im tiefen Schatten unter Koniferen besiedeln.
VIII-IX :: 40-60 :: GR/G2/Fr1-2 so-hs Farbe: weiß
Trockenheits- und schattenverträgliche robuste Wild-Aster mit hübschen weißen Blütensternen und silbrigen Samenständen. Sehr reichblühend und anmutig auf braunen, drahtigen Stielen. Aufrecht in der Sonne bis lagernd bei schattigem Standort. Schön zu Bergenien und auch sonst unverzichtbar. Bildet schnell größere Bestände und toleriert Wurzeldruck.
V-VII :: 30 :: St2 abs Farbe: weiß
Sehr zierliche, niedrig wachsende Geißbart-Art mit farnähnlichem Habitus und eleganten weißen Blütenrispen. Sehr schön als Pflanzpartner zu kleinen Hosta-Sorten. Leuchtendes orangefarbenes Herbstlaub. Auch für Kübel ab 3 Liter geeignet.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.