Der Sibirische Portulak ist nicht nur eine ganz vorzügliche Wintersalat-Pflanze, sondern auch eine dankbare Bodendecker-Staude zum Verwildern auf halbschattigen bis schattigen Flächen. Dieser zweifache "Mehrwert" begeistert uns!
Montia sibirica gedeiht am liebsten in lockerer, humoser, nicht zu trockener Erde, ist aber hart im Nehmen. So toleriert sie Wurzeldruck und Trockenheit ohne zu murren und begrünt selbst im tiefen Schatten sehr willig ansonsten kahle Stellen. Sogar unter Nadelbäumen kann die Pflanze sich gut behaupten. Einmal angesiedelt erhält und verbreitet sich die kurzlebige und so genügsame Staude ganz unproblematisch über Selbstaussaat. Unerwünschte Sämlinge lassen sich glücklicherweise leicht entfernen, so dass Montia sibirica eigentlich nie lästig wird. Das frische, wintergrüne Blattgrün und die lange Blütezeit machen den Sibirischen Portulak zu einer idealen Schattenpflanze, die leicht zu anderen Stauden kombinierbar und das ganze Jahr über als Salatpflanze nutzbar ist.
Die fleischigen Blätter lassen sich gleich bündelweise ernten - und das sogar zu einer Zeit, da die meisten Pflanzen in tiefem Winterschlaf liegen. Man kann die Blätter auf Butterbrot verspeisen oder sie als Salat anrichten. Hierzu bieten sich Kombinationen mit anderen Winterkräutern, wie der Barbarakresse oder dem Löffelkraut, an.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Im Winter gibt es leider nur wenig frisches heimisches Grün, und der weit gereiste Salat aus dem Supermarkt ist ja auch nicht unbedingt eine empfehlenswerte Alternative. Wie wäre es also mit frischen Winterkräutern aus eigenem Anbau? Und so gibt es für jede Jahreszeit die richtigen Kräuter ...
Robuste Alleskönner - auch unter Nadelgehölzen
Ganz ohne Licht geht es nicht, das sei gleich vorweg gesagt. Will man im Umfeld von Gehölzen Stauden ansiedeln, muss es sich also unbedingt um eine "lichte" Situation handeln. Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich, den unteren Bereich von Nadelgehölzen etwas aufzuasten. Lebensfeindliche Aspekte wie Trockenheit, Wurzeldruck und ggf. eine Schicht Nadelstreu stellen die weiteren Rahmenbedingungen dar. Damit kommen nur wirklich genügsame und robuste Stauden zurecht, manche erstaunlich gut. Trotzdem sollte bei Neupflanzung unbedingt etwas Starthilfe gegeben werden. Dazu gehört eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes (z. B. Auflockerung, Entfernung von Wurzelunkräutern, Aufbringung einer neuen Deckschicht) sowie anfängliches Wässern. Und dann braucht es Geduld! Im Vergleich zu klassischen Beetstauden, die auf "optimalen" Standorten gedeihen dürfen, dauert es in der Regel einige Jahre, bis ein mit widrigen Bedingungen kämpfendes Pflänzchen für sich selbst sorgen kann und sich seinen Platz erobert haben wird. Selbstaussaat sowie Ausläuferbildung sind probate "Hilfsmittel", um dann langsam aber sicher, eine flächige Besiedlung zu erreichen - ggf. vom Rand her in Richtung der "schwierigeren" Stammbereiche. Bedenken Sie aber bitte: Nicht jede auch noch so robuste Pflanze kommt an jedem x-beliebigen Standort zurecht. Im Umfeld von eingewachsenen Gehölzen gilt es, mit einer gewissen Portion gärtnerischen "Knowhows" und Neugierde zu experimentieren - Misserfolge nicht ausgeschlossen, grandiose Ergebnisse aber durchaus in Reichweite!
Glänzende, dunkelgrüne, stark gelappte Blätter und feine Blüten charakterisieren diesen Storchschnabel. Die Art ist ausgesprochen schattenverträglich, blüht jedoch bei etwas mehr Licht reicher. Geranium nodosum verträgt Wurzeldruck und sät sich aus, deshalb kann ermit der Zeit sogar schwierige Standorte im tiefen Schatten unter Koniferen besiedeln. weiter ...
Trockenheits- und schattenverträgliche robuste Wild-Aster mit hübschen weißen Blütensternen und silbrigen Samenständen. Sehr reich blühend und anmutig auf braunen, drahtigen Stielen. Aufrecht in der Sonne bis lagernd bei schattigem Standort. Schön zu Bergenien und auch sonst unverzichtbar. Bildet schnell größere Bestände und toleriert Wurzeldruck. Eignet sich hervorragend als Bodendecker. weiter ...
Diese zierliche, niedrig wachsende Wildart hat beinahe ganzjährig ein ansprechendes Erscheinungsbild. Im nichtblühenden Zustand ziert das fein geschlitzte Laub, im Sommer die weißen Blütenbürsten, im Herbst verfärbt sich das Laub rötlich, und im Winter geben die trockenen Fruchtstände dem Garten Struktur. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.