Die sparrig verzweigte Heil- und Nutzpflanze trägt auffallende Blüten in einem wunderschönen Himmelblau, die sich nur morgens öffnen. Der Sage nach soll die Wegwarte eine verzauberte Jungfrau sein, die am Wegesrand auf ihren Liebsten wartet. Die zarten Frühlingsblätter haben einen bitterlichen, mit Endivien vergleichbaren Geschmack. Sie eignen sich als Zugabe für Salate. Später im Jahr kann aus den Blättern und Sprossen ein herzhaftes Gemüse zubereitet werden.
Die Herren Siziliens im 15. Jahrhundert hatten ein besonderes Verhältnis zur Wegwarte, glaubten Sie doch, dass Zichoriensaft - auf den Körper gestrichen - die Gunst der Mächtigen ermögliche und den Erfolg bei den Frauen erhöhe.
Das bittere Kraut wirkt beruhigend auf Galle und Leber. Durch den Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen hat Wegwarte auch einen positiven Einfluss auf Magen und Verdauung. Im Rahmen einer Frühjahrskur können die jungen Triebe - oft gemeinsam mit Löwenzahn verwendet - das Wohlbefinden verbessern, rheumatische Beschwerden lindern und die Haut klären. In der ayurvedischen Medizin gilt die Wegwarte als Mittel zur Verbesserung der Körpersäfte. Die wunderschönen Blüten sind eine dekorative und gesunde Salatbeigabe.
Die Wegwarte braucht einen durchlässigen, lehmigen und nährstoffreichen Boden. Salzverträglich.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
= Nasella tenuissima VII-VIII :: 30-50 :: Fr/SH/St/FS1 so silbrig-weiß
Man könnte meinen, Karl Foerster hätte an dieses Gras gedacht, als er sagte: "Gras ist das Haar der Mutter Erde". Schon alleine das Laub ist haarfein und wiegt sich sacht im Winde hin und her. Dazu gesellen sich feinste flauschige Blütengrannen, die sich von silbriggrün zu goldgelb verfärben und locker über dem Laub stehen! weiter ...
VI-VIII :: 100 :: Fr/SH1 so gelb, rötliche Staubgefäße
Diese heimische, zwei- bis mehrjährige Art mit unterseits graufilzigen Blättern ist überaus attraktiv. Die gelben Blüten sind im Zentrum lila und haben rötliche Staubfäden. Daher leitet sich auch der Name 'Dunkle Königskerze' (nigrum = schwarz) ab. Die dicht mit Blüten besetzten, bis 1m hohen Kerzen wirken mit diesem außergewöhnlichen Farbspiel fast schon exotisch. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.