Die eigenwillig schöne, aus dem Himalaya stammende stattliche Staude mit der bizarren Wirkung genießt wegen ihrer dekorativen, immergrünen Blattrosetten und der eindrucksvollen walzenförmigen Blüten- und Samenstände einen sehr guten Ruf als Gartenpflanze, ist allerdings noch viel zu wenig bekannt.
Die erstaunlich filigranen Einzelblüten erscheinen, in Quirlen angeordnet, an 60-100 cm hohen Stielen zunächst in Weiß, färben sich später nach Rosenrot und duften köstlich. Bis in den Winter hinein sind dann die Samenstände noch attraktive Blickfänge. Das Laub verströmt bei Berührung einen aromatischen, frisch-grünen Duft.
Die Elfen-Distel bevorzugt durchlässigen, neutralen bis kalkreichen Boden und möchte vor Wintersonne und Winternässe geschützt werden. Solange der Standort sonnig und durchlässig ist, ist sie eine absolut winterharte und sehr langlebige Staude für kleine und große Steingärten, steppenartige Pflanzungen, Hügel und den sonnigen Gehölzrand. Sehr schön wirkt sie am Fuße einer Trockenmauer. Als Nektarpflanze für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln ist sie sehr wertvoll.
Übrigens: Die distelähnliche Staude mit den rosettenartig angeordneten stacheligen Grundblättern und den duftenden Blütenquirlen wurde bereits 1893 in das Staudensortiment eingeführt. "Die langblättrige Morina ist ein Kuriosum des Gartens, denn Jedermann hält sie für eine gewöhnliche Distel. Nichts desto weniger aber bringt sie schöne, anfangs weiße Blumen hervor, die später rosenrot und karmin sich färben," berichtete eine zeitgenössische Gartenzeitung.
Die insgesamt etwas "kantige" und eigenwillige Silhouette der Elfen-Distel macht flach wachsende, eher zurückhaltende Stauden mit weichen Konturen zu geeigneten Partnern in der unmittelbaren Nachbarschaft; mit etwas Abstand können natürlich auch höhere Stauden und Gräser wie z. B. Stipa gigantea platziert werden - ohne in unangemessene Konkurrenz zur Elfen-Distel zu treten.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Silberblaue, recht kompakte Sorte. Wie alle Blauschwingel-Sorten für durchlässigen, nährstoffarmen Boden und vollsonnige Lage ganz besonders geeignet. Trockenheitsverträglich. Sehr attraktiv im Topf. weiter ...
Wertvolle, dicht wachsende Form der heimischen Wildart; das sommergrüne Laub färbt sich im Winter auffällig kupferrot. Lässt sich an warmen bis sehr warmen, sonnigen Standorten als verlässlicher Bodendecker und Blühteppich verwenden. Sehr schön zur Unterpflanzung von Solitären oder in Kombination mit Zwiebelblühern. weiter ...
Sehr hübsche, polsterbildende Steingartenstaude mit filigranen silbergrauen Blättern und dichter, silbriger Behaarung. Sehr dekorativ und schmückend, besonders zu dunkellaubigen Pflanzen. Schutz vor Winternässe ist empfehlenswert. Nährstoffarme Standorte. Sehr dekorativ als Kübelpflanze. weiter ...
Wertvolle Auslese mit nur geringem Blütenansatz. Bildet geschlossene, silberweiße Teppiche für Yucca, Rosen, große Euphorbien und Lavendel. Verträgt keine Staunässe. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.