Diese Taglilie mit dem nördlichsten Verbreitungsgebiet wächst wild u.a. auf der Halbinsel Sachalin und der Insel Hokkaido. Sie blüht besonders früh von Mai bis Juni mit breit trichterförmigen gold- bis orangegelben Blüten und abgerundeten Blütenblättern. In günstigen Jahren blüht sie ein zweites Mal! Und auch sie duftet. Sie wächst buschig, mit Blüten auf hohen, unverzweigten Stängeln.
Bereits 1879 wurde Middendorffs Taglilie Art in Vilmorin´s illustrierte Blumengärtnerei erwähnt.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Karl Foerster bezeichnete Hemerocallis auch als die Blumen des intelligenten Faulen, da sie nur wenig Pflege brauchen, außer einer ordentlichen Düngergabe absolut genügsam sind und sich mit ihrem üppigen Laub unliebsame Konkurrenz locker vom Leibe halten können. Auch die Ansprüche an den Standort sind entsprechend bescheiden, bevorzugen jedoch eher nährstoffreiche und nicht zu trockene Plätze im lichten Schatten bis in voller Sonne. Gute Pflanzpartner sind demnach z.B. Iris sibirica, Paeonia lactiflora, Phlox paniculata, Miscanthus sinensis.
Hemerocallis sind prachtvoll blühende, langlebige Liliengewächse mit essbaren Blüten, die in China seit Jahrtausenden in Kultur sind. Die Einzelblüte einer Taglilie blüht, wie der Name schon sagt nur einen Tag, doch jeden Tag erblühen neue Knospen, sodass sich eine lange Blütezeit ergibt. Inzwischen gibt es viele neue Sorten mit spektakulären Farben und Blütenformen - ein phantastischer Schmuck für Hochsommer-Rabatten. Sie entfalten ihre Schönheit als Solitärstaude ebenso, wie wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt werden. Die Wildarten wirken in wiesenartigen Anlagen am schönsten. Alle Taglilien bevorzugen einen sonnigen, nicht zu trockenen Standort. Die intensive Leuchtkraft dunkler Taglilien-Blüten bleibt zuverlässiger erhalten, wenn sie nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind. Pflanzt man Sorten, die sich in ihrer Blütezeit ablösen, kann man - je nach Witterungsverlauf - von Mitte Mai bis weit in den September hinein Taglilienblüten bewundern.
Hemerocallis von A bis Z
Es gibt inzwischen viele tausend Hemerocallis-Sorten. In den USA gehören Taglilien seit Jahrzehnten zu den absoluten Lieblingsstauden. Besonders die pragmatischen Amerikaner bringen ständig neue Sorten auf den Markt - die zahlreichen englischen Namen sind Beweis für die Dominanz der USA-Sorten. Allerdings sind viele der nordamerikanischen Züchtungen im kühlen mitteleuropäischen Klima recht blühfaul. Doch auch einige deutsche Hobby- und Profizüchter halten gut mit und steuern ganz hervorragende, an unser Klima perfekt angepasste Sorten bei. Wir bieten Ihnen hier nur bewährte und sicher blühende Sorten an.
Die weiß blühende Form der heimischen Jakobsleiter lockt mit ihren zart duftenden Blüten eine Vielzahl von Schmetterlingen und Bienen an. In Kombination mit der blau blühenden Wildform sowie Trollblumen, Wiesen-Iris, Frauenmantel, Beinwell etc. lassen sich auf frischen bis feuchten Böden herrliche wiesenartige Pflanzungen anlegen. Auch an Teichrändern oder im Bauerngarten kann die weiß blühende Himmelsleiter ihren Charme spielen lassen. weiter ...
VI-VII + IX :: 40 :: Fr2-3b/WR4 so tief blauviolett
Klassische Sorte mit tief violettblauer Blütenfarbe und großen Blüten. Ein verträglicher Partner, der sich selbst als "Rosenkavalier" Verdienste erwirbt. weiter ...
Eine etwas ältere, anspruchslose Sorte, die gut zum Verwildern geeignet ist. Sie ist wüchsig und hat einen gut verzweigten Blütenstängel mit zierlichen Blüten. 'Elfe' blüht reich und früh. weiter ...
Art.-Nr.: 50981-102 11 cm Topf (1 l)
Fragen
Kundenfrage vom 05.08.2011:
Ist diese Taglilie geeignet für Gehölzrand,Halbschatten zu Gräsern,Campanula etc. ? Hab jetzt Hemerocallis fulva, die ist zu groß und breitet sich zu stark aus (Beetvordergrund) Wäre Hemerocallis minor besser bzw. haben Sie einen anderen Vorschlag? Darf schon ca 80 cm hoch werden.
Unsere Antwort vom 08.08.2011:
Hemerocallis middendorffii eignet sich gut für den sonnigen bis halbschattigen Gehölzrand. Die Art wird etwas größer als Hemerocallis minor. Beide wachsen horstig, und breiten sich nicht so stark aus wie Hemerocallis fulva.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.