'Diese Pflanze gehört zu den guten alten Stauden, deren Kultur in neuerer Zeit leider sehr vernachlässigt wird.' (Vilmorin 1879) Sie erfreut durch schönes, elegantes Laubwerk und einen schönen Blütenstand. In kalkigem, durchlässigen Boden, an einem warmen, sonnigen Platz gedeiht der Diptam besonders gut. Dort kann die extrem langlebige Pflanze, die nach anfänglich zögerlicher Entwicklung mit jedem Jahr schöner wird, ein Leben lang stehen bleiben.
Die rosa gezeichneten Blüten stehen auf einem festen rauen Stiel. Bei starker Sonne ist der Diptam freigiebig mit seinem herben aber auch zitronigem Aroma. Dann duftet das ganze Umfeld danach. Es heißt, Diptam gehörte zu den Lieblingspflanzen des Geheimrates Goethe - jedenfalls hat er sie in seinem Garten kultiviert und wohl auch eigene Experimente mit der Entzündlichkeit der ätherischen Öle des 'Brennenden Busches' gemacht. 'Die Ausdünstungen dieser Pflanze sind entzündlich; wenn man daher im Sommer an einem finsteren Ort ein Licht unter die Pflanze hält, so siehet man plötzlich eine Flamme entstehen, die sich über die ganze Pflanze ausbreitet.' (Linnè-Houltuyn 1780)
Vorsicht: Dictamnus albus ruft bei Hautkontakt oftmals phototoxische Reaktionen hervor!
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Kundenfrage vom 14.04.2011:
Kann man Diptam in Kübeln kultivieren?
Unsere Antwort vom 15.04.2011:
Dictamnus albus benötigt viel Wurzelraum (min. 125 l) und lehmhaltiges, und trotzdem durchlässiges Substrat. Wenn beides, zusammen mit einem vollsonnigen Standort gegeben ist, könnte die Kultur im Kübel gelingen. Dankbarer ist Dictamnus albus aber ausgepflanzt im Boden.
Kundenfrage vom 03.05.2010:
Schneckenresistent?
Unsere Antwort vom 04.05.2010:
Diptam wird erstaunlicherweise desöfteren von Schnecken heimgesucht!
Kundenfrage vom 13.01.2010:
Wie breit wird die Pflanze, also wieviel Platz muss ich ihr einräumen? Gedeiht sie auch an einem Platz, der zwar morgens und mittags Sonne hat, aber ab ca. 15.00 Uhr verschattet ist?
Unsere Antwort vom 14.01.2010:
Die Pflanze ist sehr sonne- und wärmeliebend. Wenn an Ihrem Standort volle Sonne und Wärme bis 15 Uhr gegeben ist, sollte es wohl klappen, ein halbschattiger (und eher kühler) Standort scheidet aber definitiv aus, da wird Diptam auf Dauer nicht gut gedeihen.
Diptam entwickelt sich vergleichsweise langsam, trotzdem sollten Sie von vorneherein einen angemessenen Pflanzabstand wählen (ca. 50 cm).
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.