Bitter-aromatische Staude mit langer Tradition für das Kultgetränk der französischen Boheme. Nur ganz Unverzagte werden sich wohl mit dem Wermut als Küchenkraut auf Dauer anfreunden können. Erfreuen Sie sich also ganz einfach an der schönen altmodischen Pflanze und servieren Sie Ihren erstaunten Freunden beim nächsten Mal den Martini mit einem frischen Wermutzweiglein. Aber bitte gerührt!
Im Aromatisieren von Getränken hat der Wermut eine lange Tradition. Von sagenumwobenen Absinth und dessen Verbot hat wohl jeder schon gehört. Das hat sicher mehr mit dem übermäßigen Genuss als mit vordergründiger Schädlichkeit des Wermuts zu tun. Damit ist es gesagt: Wermut taugt nicht für den Dauergebrauch, er ist ein starkes Kraut. Sein Bestandteil Thujon steht im Ruf, bei übermäßigem Gebrauch das zentrale Nervensystem zu schädigen. Doch keine Angst: Wermut ist so schrecklich schön bitter, dass es zu einem übermäßigen Gebrauch des Krautes in der Küche gar nicht kommen kann. Die Heilpflanze mit der grauen zierenden Belaubung verlangt humose, durchlässige, nährstoffreiche Böden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.