Uralte, sehr giftige Heil- und Arzneipflanze mit herzförmigen Blättern und pfeifenähnlichen 'Kesselfallenblüten', die den Jugendstil inspirierte. Vor Jahrhunderten war die Pflanze in den Klostergärten weit verbreitet und wurde später in die Bauerngärten übernommen. Heute ist die Osterluzei eine wirkliche Rarität, ein Stück Gartenkultur, das unbedingt bewahrt werden sollte. Die schöne Pflanze braucht einen warmen, trockenen, gut mit Kalk versorgten Standort.
Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Osterluzei treibt erst spät im Frühjahr aus. An aufrechten, kräftigen Stängeln erscheinen herzförmige Blätter, in deren Achseln die Büschel schwefelgelber Blüten entspringen. Die Blüten der Osterluzei sind Kesselfallenblüten, in denen sich winzige Fliegen fangen und so für die Bestäubung sorgen. Die Osterluzei galt in früheren Zeiten als geburtsförderndes Kraut. Aristlochia bedeutet 'vortrefflich für Gebärende'. Wegen der hohen Giftigkeit ihres wirksamen Inhaltsstoffes, der Aristolochiasäure, kam es dabei jedoch sehr auf die Dosierung an. In Deutschland sind Aristolochia-haltige Arzneimittel bereits 1981 durch das Institut für Arzneimittel des damaligen Bundesgesundheitsamtes verboten worden. Vor der Verwendung der Osterluzei als Heilpflanze warnen wir wegen der inzwischen nachgewiesenen krebserregenden (carcinogenen) Wirkung der Aristolochiasäure ganz ausdrücklich.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Die krausblättrige Form des heimischen Rainfarns ist eine uralte Kloster- und Bauerngartenpflanze. Die giftige Heilpflanze ist heute nur noch recht selten zu finden. Dabei hat sie durchaus ihre Vorzüge: Das üppige, stark gekräuselte Laub ist ausgesprochen dekorativ und riecht zudem noch stark aromatisch. Die gelben Blütenköpfchen heben sich apart vom Laub ab. Tanacetum vulgare 'Crispum' breitet sich durch kurze Ausläufer aus. weiter ...
VII-IX :: 150-200 :: Fr2-3/WR4 so weißlich-lilarosa
Locker-verzweigte, buschige Solitärstaude mit hübschen, kleinen, malvenähnlichen Blüten und samtigfeinem Laub. Die reich blühende Heil- und Teepflanze ist salzverträglich. Als Wildpflanze ist sie nur noch selten zu finden. Eibisch ist sehr schön und wirkungsvoll als Kübelpflanze für Gefäße ab 20 Liter. weiter ...
Diese robusteste und wuchsfreudigste Taglilie überhaupt breitet sich mittels Ausläufer allmählich aber stetig aus und gedeiht auch an halbschattigen Plätzen und im Wurzeldruck von Gehölzen noch gut. Sie ist in alten Gärten oftmals noch verwildert zu finden und selbst im Bereich alter Gleisanlagen hat sie sich Refugien erobert. Daran erinnert auch der alte Name Bahnwärter-Taglilie. Gut zur Hangbefestigung und zur pflegeextensiven Flächenbegrünung! weiter ...
VII-VIII :: 180-200 :: GR/Fr1-2 so gelb, Mitte goldgelb
Die dekorative, stattliche Wildstaude hat graufilzige Blätter und einen hohen Blütenschaft mit großen, feinen Strahlenblüten. Als Heil- und Zierpflanze war sie oft in Bauerngärten zu finden. Sie bevorzugt locker-humose, nährstoffreiche Böden in der Sonne. weiter ...
Art.-Nr.: 74016-002 11 cm Topf (1 l)
Fragen
Kundenfrage vom 29.06.2011:
Welche Pflanzpartnerinnen würden Sie ihr zugesellen? Eher naturnah?
Unsere Antwort vom 30.06.2011:
Aristolochia passt als Heilpflanze gut zu naturnahen Pflanzungen. Geeignete Kombinationen finden Sie unter der Kategorie Pflanzpartner.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.