Die Küchen- und Heilpflanze mit den imposanten Blütendolden war im Mittelalter in jedem Klostergarten zu finden. Sie wirkt sehr schön als strukturbildender Solitär in Kräutergarten oder in wildhaften Pflanzungen. 'Solveig' ist eine Selektion mit besonders hohem Wirkstoffgehalt.
Die Stängel und auch die Wurzeln geben, mit Zuckerlösung kandiert, eine magenfreundliche Leckerei von historischem Wert ab. Die jungen, saftigen Stiele werden geschält und als Stielmus zubereitet oder wie Staudensellerie verwendet. Auch roh stellen sie eine gesunde frisch-würzige Knabberei dar. Zarte junge Blätter oder Stängel können als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Einige Stückchen des saftigen Stängels können selbstgemachten Konfitüren oder Chutneys eine ganz besondere Note verleihen.
Die Blüten und Blätter der Engelwurz sind für magenerwärmende und hustenlindernde Heiltees verwendbar. Aus den kräftigen Wurzeln wird ein wertvolles ätherisches Öl gewonnen. Gemeinsam mit den Samen stellen sie auch einen Grundstoff für den traditionsreichen Kräuterlikör 'Chartreuse', der als magenstärkendes Mittel gilt. In früheren Zeiten wurden die Wurzeln als Amulett getragen, um Unheil und Krankheit abzuwenden.
Die Pflanze bevorzugt frische bis feuchte, lehmige, nährstoffreiche Böden. Angelica ist kurzlebig, sorgt aber selbst für Nachwuchs. Nach der Blüte - meist im zweiten Jahr - stirbt die Mutterpflanze ab. In ihrer Nähe finden sich jedoch meist reichlich Sämlinge, die den Fortbestand sichern. Die Sämlinge sollten, dem erheblichen Platzbedarf der Engelwurz entsprechend, vereinzelt werden. Sehr dekorative Solitärstaude.
Vorsicht: Angelica archangelica ruft bei Hautkontakt oftmals phototoxische Reaktionen hervor!
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.