Wegen ihrer entzündungshemmenden, Stoffwechsel anregenden und Krampf lösenden Wirkung zählt die Schafgarbe zu den Heilkräutern, die in der Volksmedizin verschiedener Kulturen seit jeher besonders beliebt sind. Schafgarbe enthält vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe, Eiweiß, Phosphat, Vitamin A und Chlorophyll.
Das ätherische Öl, insbesondere das Azulen der an Wirkstoffen reicheren blühenden Pflanze, hat keim- und entzündungshemmende Wirkung. Die Hauptanwendungsgebiete des 'Bauchwehkrautes' sind Magen- und Darmbeschwerden, die mit Entzündungen, Krämpfen und Blähungen einhergehen, und entzündliche Erkrankungen der oberen Atemwege. Mit ihrem Gehalt an Verdauung fördernden Bitterstoffen eignet sich die Schafgarbe zur Unterstützung der Gallensekretion und zur Anregung des Appetits. Ein wichtiges Anwendungsgebiet findet die Schafgarbe bei Menstruationsbeschwerden von Frauen und jungen Mädchen, die mit Krämpfen und Rückenschmerzen einhergehen. Hier kann eine Kur mit Schafgarbentee, nach Wunsch gemischt mit Kamillenblüten und Baldrianwurzeln, mitunter erstaunliche Erfolge zeigen. Äußerlich in Form von Umschlägen, Bädern und Auflagen angewendet, hat die Schafgarbe eine lange Tradition als heilendes, Blutungen stillendes und Entzündungen hemmendes Mittel bei schlecht heilenden Wunden, Ekzemen und Hämorrhoiden. Auch diese Wirkung lässt sich auf das im ätherischen Öl enthaltene Azulen zurückführen. Dass die Schafgarbe nach alter Überlieferung auch gegen Pest helfen soll, ist heutzutage zum Glück bedeutungslos.
Die Art hat ein extrem großes Verbreitungsgebiet von Europa bis Sibirien. Wiesen-Schafgarben wachsen locker horstig und bilden leichte Ausläufer. Rückschnitt regt die Blütenneubildung an. Die heimische Wildstaude darf in naturnahen Pflanzungen und Blumenwiesen nicht fehlen. Optimal sind kiesige, magere Standorte und Wiesen, wohingegen sie auf nährstoffreichen Standorten extrem starkwüchsig ist und letztendlich auch nicht standfest. Auch in der freien Natur findet man immer wieder Pflanzen mit mehr oder weniger intensiver rosa Tönung der Blüten. Durch züchterische Bearbeitung und durch Einkreuzung anderer Arten sind letztendlich die Zuchtformen der Millefolium-Hybriden entstanden.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Schafgarben, oder allgemein Garben, sind zu Recht als pflegeleichte, willkommene Gartenbewohner bekannt. Die Blütezeit erstreckt sich über mehrere Wochen, bei rechtzeitigem Rückschnitt remontieren viele Arten und Sorten gut und eignen sich zudem hervorragend für den Schnitt und die Trockenbinderei. Zum Teil wurden und werden Achillea-Arten auch als Heil- und Küchenkräuter verwendet. Die Stauden dieser vielgestaltigen Art benötigen (bis auf Achillea ptarmica) einen lockeren, eher trockenen Boden mit ausreichend Nährstoffen in sonniger und warmer Lage. Niedrige Arten eignen sich für den Steingarten, Alpinum, Tröge und Schalen. Mittelhohe Sorten sind ideal für Wildstaudenpflanzungen, hohe machen auch als Beetstauden eine gute Figur.
Die sparrig verzweigte Heil- und Nutzpflanze trägt auffallende Blüten in einem wunderschönen Himmelblau, die sich nur morgens öffnen. Der Sage nach soll die Wegwarte eine verzauberte Jungfrau sein, die am Wegesrand auf ihren Liebsten wartet. Die zarten Frühlingsblätter haben einen bitterlichen, mit Endivien vergleichbaren Geschmack. Sie eignen sich als Zugabe für Salate. Später im Jahr kann aus den Blättern und Sprossen ein herzhaftes Gemüse zubereitet werden. weiter ...
Die bekannte heimische Wiesenblume verlangt in erster Linie einen vollsonnigen, eher trockenen Standort, ist jedoch sonst recht anspruchslos. Die Blüten stehen in lockeren, großen Scheinähren auf aufrechten Blütenstängeln über den grünen, runzligen Blattrosetten. Sehr schön kann diese Art in Blumenwiesen und naturhaften Pflanzungen verwendet werden. Die Blütezeit liegt deutlich früher als beim Steppen-Salbei, wobei sich beide auf ideale Weise ergänzen. weiter ...
Heimische Pionierpflanze. Zweijährig. Die Heilpflanze entwickelt lange, üppige Blütenähren. Für warme, durchlässige, sandig-lehmige und humusarme Standorte ist sie besonders geeignet. weiter ...
'Maikönigin' ist eine außerordentlich reich blühende, generativ vermehrte Gartenform der heimischen Wiesenblume, die sich durch Selbstaussaat erhält. Da ein Rückschnitt nach der Blüte für sie mehr als willkommen ist, eignet sie sich im Besonderen für Mahdwiesen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn eine Empfindlichkeit gegenüber Korbblütlern besteht, da es bei Kontakt zu Hautreizungen kommen kann. weiter ...
Heimische Trockenrasenpflanze mit bedornten, verholzenden Trieben zur Begrünung von trockenen Südböschungen. Hauhechel liebt Sonne und warme, durchlässige, humose, kalkhaltige, magere Böden. Alte Heilpflanze, die sich im Hochsommer über einen langen Zeitraum mit rosafarbenen Blüten schmückt. Besonders für Bienen sehr attraktiv. weiter ...
Art.-Nr.: 74030-001 9 cm Topf (0.5 l)
Fragen
Kundenfrage vom 18.01.2010:
inwieweit für den topf geeignet?
Unsere Antwort vom 19.01.2010:
Achillea millefolium ist aus verschiedenen Gründen nicht nicht sonderlich gut für eine längerfristige Topfkultur geeignet. Zum einen aus optischen Gründen, zum anderen entwickelt sie sich sehr rasch (macht kurze Ausläufer), so dass man häufig umtopfen müßte.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.