Im Jahre 1889 bemerkte der Fabrikbesitzer Herr C. Kneiff in Nordhausen in seinem namentlich an seltenen und schönen Nadelhölzern so reichen Garten unter den Sämlingen des Geißbarts ein Exemplar, das sich von allen übrigen durch seine feine fiederteilige Belaubung unterschied. 'In Wuchs und Blüte mit der Stammform übereinstimmend, übertrifft sie dieselbe weit in der Schönheit ihrer feinschnittigen Belaubung', schreibt Möller's Gartenzeitung im Jahre 1897.
Diese filigrane, eher langsam wachsende Auslese des Wald-Geißbarts ist eine echte Besonderheit. Ohne den Aspekt der cremeweißen Blütenrispen, die im Juni erscheinen, wirkt das Laub von 'Kneiffii' beinahe wie ein Japanischer Fächer-Ahorn. Im Juni zeigen sich cremefarbene Blütenrispen über dem zartgrünen, tief geschlitzten Laub. Auch nach der Blüte sind die hellbraunen Blütenrispen noch dekorativ und sollten stehen bleiben. Bei geeignetem Standort wird Aruncus dioicus 'Kneiffii' recht alt und kann sich selbst überlassen werden. Historische Liebhaber-Sorte, die viel Aufmerksamkeit braucht. Nicht zu schattig und nicht zu nass pflanzen.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Die Gattung Aruncus wird in Gärtnerkreisen in zwei Arten und deren Sorten unterteilt. Der Zwerg-Geißbart, Aruncus aethusifolius, ist relativ sonnenverträglich. Sein Laub ist tief geschlitzt und die zierliche Art bleibt deutlich kleiner als sein auch in Europa beheimateter Bruder. Aruncus dioicus, der Wald-Geißbart, ist eine heimische Wildstaude, und ein unverzichtbarer Bestandteil schattiger Wildstaudenpflanzungen. Da sich die beiden Geißbart-Arten leicht untereinander kreuzen, entstanden die Aruncus Aethusifolius-Hybriden. Unter Anderem von Ernst Pagels gezüchtet, vertragen die Hybriden aufgrund des Aethusifolius-Blutes deutlich sonnigere, trockenere Standorte als Aruncus dioicus. Sie werden ausschließlich vegetativ vermehrt und optimalerweise dort verwendet, wo Wald-Geißbart zu üppig wirkt, bzw. wo es für ihn zu trocken und zu sonnig wäre. Je filigraner, bzw. geschlitzter das Laub, umso besser passen die Sorten in Karl Foersters Gestaltungskonzept von "Harfe und Pauke", kombiniert man sie mit großblättrigen Stauden wie beispielsweise Funkien.
Für gelegentliche Düngergaben übers Jahr verteilt ist der Geißbart dankbar, am einfachsten geht das mit einer Mulchschicht aus Kompost im Herbst. Da die Fruchtstände oft den ganzen Winter über zierend sind, empfiehlt sich ein Rückschnitt im Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Wer Selbstaussaat verhindern will, muss auf diesen Aspekt verzichten und die Blütenstände rechtzeitig nach dem Abblühen entfernen.
Bewährte Sorte der Lilien-Funkie mit herzförmigen, glatten, grünen Blättern und großen, schwach duftenden, lavendelfarbenen Blüten. Bildet große Horste. Blüht auf sonnigeren Standorten reicher. weiter ...
'Samobor'wird sicher viel eher als Blattschmuckstaude denn als Blütenstaude Verwendung finden. Das dunkelgrüne Blatt zeigt eine große, dekorative, dunkelbraune Zone, die sich oft ringförmig über das Blatt zieht. Gibt man diesem Geranium einen nährstoffreichen Platz mit frischem Boden im Halbschatten, werden die schmückenden Blätter groß und üppig. weiter ...
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.