Eberraute mit zierlichen, graugrünen, feinzerteilten Blättern und unscheinbaren Blüten. Die Eberraute war in Kloster- und Bauerngärten sehr verbreitet, bis die Uniformierung des Geschmacks sie zurück drängte. Das ist schade, denn ihr bitteres Aroma und ihre subtilen Geschmacksnuancen können durchaus bereichernd wirken. Sehr nützlich als Strukturpflanze.
Die ganze Pflanze duftet sehr aromatisch. Früher hat man sie bei sich getragen, um lästige Gerüche zu überdecken. Ein durchlässiger Boden und ein sonniger Standort sind von Vorteil. Triebe erst im Frühjahr einkürzen. Bildet kurze Ausläufer.
Vor allem als Fleischgewürz hat die Eberraute ihre Berechtigung. Das entspricht ihrer traditionellen Verwendung: Zu fettem Fleisch wie Schwein, Hammel, Gans und Ente. Hier kann sie den beliebteren Beifuß nicht nur ersetzen, sondern ist ihm in vielen Fällen sogar überlegen. Wer helles Fleisch mit Salbei lecker findet, kann es auch alternativ mit der Eberraute versuchen.Bei der Dosierung ist weise Zurückhaltung angeraten. Die Annäherung kann auch über das getrocknete Kraut erfolgen. Kurz vor dem Gebrauch fein zerbröselt, kann man Gerichten, z.B. Omelettes, eine winzige Prise zusetzen und so für geschmackliche Tiefe sorgen, ohne dass der bittere Geschmack hervortritt.
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
Für Bartiris verwendete Abkürzungen:
D
Dom
H
Hängeblätter
B
Bart
Bitte beachten Sie, dass die Farbigkeit in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse stark variieren kann. Der Tagesgang hat damit genauso wie unterschiedliche Witterungen einen großen Einfluss auf Farbwahrnehmungen und die Farbigkeit von Fotos.
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Die Angaben zur Wuchshöhe benennen meist eine Spannweite für die Höhenentwicklung. Bei vielen Gräsern und anderen schopf- bzw. polsterbildenden Pflanzen bezieht sich die erste Zahl auf die Höhe des Blattschopfes, die zweite Zahl dagegen auf die Höhe der Blütenstände. In allen anderen Fällen sind die Angaben als ungefähre Gesamthöhe zu verstehen, wobei die tatsächliche Höhe von den jeweiligen Standortverhältnissen (Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse etc.) abhängig ist und stark variieren kann.
Kundenfrage vom 01.05.2011:
Wie sollte eine im Kübel gehaltene Eberraute gedüngt werden? Eher zurückhaltend und kalibetont?
Unsere Antwort vom 03.05.2011:
Artemisia abrotanum benötigt nur wenig Dünger. Ein paar Hornspäne im zeitigen Frühjahr sollten genügen. Wenn Sie möchten, können Sie auch ein wenig Kali düngen, um für besseres Aushärten der Triebe im Herbst zu sorgen.
Geselligkeitsstufen
Ihrer Charakteristik entsprechend werden Stauden einzeln, in kleineren oder größeren Gruppen oder flächig gepflanzt.